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In 110 Tagen rund um den Globus
1958 startet die „Statendam IV“ zur ersten Weltreise der Reederei, einer 110-tägigen Fahrt um den Globus. Auch der Verkehr über den Atlantik wächst rasant. Die Schiffe von Holland America Line starten zu 50 Transatlantikreisen nach New York und elf nach Montreal, Quebec.
Mitte der sechziger Jahre vollzieht sich im Verkehr über den Atlantik ein großer Wandel. Spezielle Containerschiffe dominieren jetzt den Transportverkehr zwischen Europa und Amerika. Und auch der Start des Düsenjet-Zeitalters macht ein Umdenken in der zivilen Seefahrt erforderlich. Passagierschiffe, die zuvor hauptsächlich als Transportmittel angesehen wurden, bewerben jetzt sowohl die Idee der Reise an sich als auch die Destination.
Holland America Line sieht in dieser Entwicklung eine große Chance. Mit der Neuorientierung auf den Tourismus legt das Unternehmen den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft als eine der führenden Premium-Kreuzfahrtreedereien weltweit. So ist Holland America Line 1968 die erste Kreuzfahrtreederei, die ein Hotel Management-System auf allen Schiffen einführt. Ausgebildet wird das Service-Personal auf der unternehmenseigenen Hotelschule in Bandung/Indonesien.
Übernahme von Westours: Focus auf Alaska
Im Februar 1971 übernimmt Holland America Line eine Million Anteile des Anbieters für Touren in Alaska, Westours. Dies ist der Beginn der Kreuzfahrten nach Alaska, einem der wichtigsten und erfolgreichsten Fahrtgebiete der Reederei, neben der Karibik und dem Panama-Kanal. Heute ist Holland America Westours der Marktführer für Kreuzfahrten und Überlandtouren in Alaska.
Im November 1973 übernimmt Holland America Line sein erstes als reiner Kreuzfahrer gebautes Schiff. Die „Prinsendam“ (8.566 Tonnen/452 Passagiere) startet zu Kreuzfahrten von Singapur nach Indonesien. Zu ihrem 100sten Geburtstag hat die Reederei 76 Millionen Tonnen Fracht zwischen Europa und Nordamerika transportiert; ausserdem 1,5 Millionen Passagiere. 1975 schliesslich verkauft Holland America Line seine Transportsparte und konzentriert sich vorwiegend auf den Tourismus.
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Holland America Line erwirbt Windstar Cruises
Im Herbst 1983 verlagert das Unternehmen seine Zentrale nach Seattle an der US-Westküste, um die Unternehmensabläufe mit der inzwischen 100-prozentigen Tochter Westours zusammen zu legen. In diesem Zuge ändert das Unternehmen seinen Namen in Holland America Line-Westours Inc. 1988 erwirbt die Reederei Windstar Sail Cruises, das fortan als Tochterunternehmen geführt wird. Die drei High-Tech Viermast-Segelschiffe von Windstar Cruises bieten Segelkreuzfahrten auf höchstem Niveau in der Karibik, Nordeuropa und im Mittelmeer sowie in der Südsee.
Am 17. Januar 1989 wird Holland America Teil von Carnival, dem weltweit führenden Kreuzfahrtkonzern. In diesem Zuge startet ein bedeutendes Expansionsprogramm in der Geschichte von Holland America Line. In den folgenden acht Jahren stellt die Reederei neun neue Kreuzfahrtschiffe in Dienst. Bis zu Beginn des Jahres 2000 befördert die Flotte von Holland America Line mehr als sieben Millionen Passagiere.
Start für eine neue Ära
Das neue Jahrtausend ist auch der Beginn einer neuen Ära von Kreuzfahrtschiffen. Mit der Vista- Baureihe bestellt Holland America Line vier neue Schiffseinheiten, die sich deutlich von den bisherigen Kreuzfahrtschiffen unterscheiden: Größer heißt bei Holland America Line aber nicht nur mehr Passagiere, sondern mehr Platz an Bord für jeden einzelnen Gast. Das Passagier- Raumverhältnis von 46 ist richtungsweisend in der Kreuzfahrtindustrie. 85 Prozent der Kabinen sind Außenkabinen, 67 Prozent verfügen über eine eigene Veranda. Hinzu kommen modernste Freizeiteinrichtungen, die den Urlaub auf See zu einem Erlebnis der Extraklasse machen. Startschuss für die neue Serie ist die „Zuiderdam“, die im Dezember 2002 von der Fincantieri- Werft in Italien ausgeliefert wird, gefolgt von den Schwesterschiffen „Oosterdam“, „Westerdam“ und Noordam“. Mit einer beispiellosen Qualitätsoffensive setzt Holland America Line zudem Maßstäbe in der Kreuzfahrtindustrie. Unter dem Arbeitstitel „Signature of Excellence“ investiert die Reederei 225 Millionen US-Dollar in ihre bestehenden Kreuzfahrtschiffe.
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