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Tosende Wasserfälle, Krokodile und rätselhafte Kultur
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Stilvolles Abenteuer mit der „True North“ im Westen Australiens

In abenteuerlichen Schiffen waren die Entdecker von einst am anderen Ende der Welt unterwegs auf der Suche nach unerforschten Gebieten und Abenteuern. Auch wir folgen ihren Spuren, jedoch auf eine komfortablere Art mit einem Expeditionskreuzfahrtschiff der Extraklasse. Mit der „True North“ (36 Passagiere) fahren wir entlang der zerklüfteten Küste zwischen Wyndham und Broome. Mit an Bord befindet sich ein eigener Hubschrauber, mit dem wir die Umgebung des Schiffes aus der Vogelperspektive entdecken können.

1. Tag: Von der Hafenstadt Perth im Westen Australiens starten wir zu unserem Flug nach Kununurra. Nach dem Transfer zum Country Club Hotel, in dem wir übernachten, bummeln wir durch den kleinen Ort, der typisch ist für das Leben im Outback.

2. Tag: Früh am Morgen erwartet uns „Ken“, unser Busfahrer, Gepäckträger und Buschpilot in einer Person. Mit einer umgebauten Cessna fliegen wir in 1 1/2 Stunden zum Mitchell Plateau, einem

Flugplatz mitten im Busch Westaustraliens. Ein Helikopter

bringt uns dann in einem 20-minütigen Flug zum Hunter River im Mitchell Nationalpark, wo uns die „True North“ bereits erwartet. Nach einem freudigen Empfang durch die Crew und die  Gäste, die eine Kombination beider Routenführungen (Wyndham-Broome) gebucht haben, machen wir es uns in

unserer geräumigen Kabine erst einmal gemütlich. Am Nachmittag startet unser erster Ausflug mit den komfortablen Expeditionsbooten der „True North“ in die Careening Bay. Im Schutz der natürlichen Bucht reparierte einer der Entdecker Australiens, Philipp Parker King, während seiner Entdeckungsreisen entlang der australischen Küste sein Schiff „Mermaid“.

Nach der Besichtigung des gigantischen Flaschenbaumes „Mermaid Tree“, in den King 1820 den Namen seines Schiffes einritzte, lassen wir den Abend am Strand ausklingen und genießen den Sonnenuntergang bei einem Glas Weißwein, lecker zubereiteten Austern und anderen Meeresspezialitäten.

3. Tag: Am Vormittag steht eine Expedition zum Prince Regent River mit einer Wanderung zum Camp Creek auf dem Programm. Wegen der gerade beendeten Regenzeit waten wir teilweise bauchtief durch den über die Ufer getreten Fluss entlang der Felswände. Belohnung für die anstrengende Wanderung (Schwierigkeitsgrad 9-10) ist das Schwimmen in einem traumhaften Becken mit einem eindrucksvollen Wasserfall. Wem dies zu anstrengend ist, der versucht sein Glück beim Fischfang oder unternimmt einen Bootsausflug in

die grandiose Natur. Nach unserer Rückkehr zum Schiff wartet schon der nächste Tageshöhepunkt auf uns. Der bordeigene Hubschrauber bringt uns zu den Wasserfällen am Quail Creek im Kimberly Nationalpark, wo wir bei einem Picknick entspannen. Nach einem leckeren Abendessen an Bord treffen wir uns mit unseren Reisegefährten in der Bar, um den Tag gemeinsam Revue passieren zu lassen.

4. Tag: Der Morgen beginnt mit einem einstündigen Flug mit dem Hubschrauber über die beeindruckende Landschaft des Prince Regent River, der mit 100 Kilometern längsten Verwerfungslinie Australiens. Dieser Teil der Kimberleys ist eines von zwei Biospheren-Reservaten der UNESCO. Am späten Vormittag nimmt die „True North“ Kurs auf die majestätischen Kings Cascades. Dort stürzen die Wassermassen auf einer Breite von 80 Metern eindrucksvoll in die Tiefe.

Nach dem Kreuzen vor den Wasserfällen unternehmen wir eine Klettertour seitlich des Wasserfalls hinauf bis zum Plateau. Dort angekommen kühlen wir uns mit einem Bad im Becken unter einem weiteren Wasserfall ab. Wem die Klettertour (Schwierigkeitsgrad 7-10) zu anstrengend ist, erforscht mit den Beibooten die nähere Umgebung auf der Suche nach Krokodilen.

5. Tag: Heute haben wir die Qual der Wahl zwischen dem Ausflug per Boot und zu Fuß zum Raft Point mit Besichtigung des Ngumburi Shelter und seinen interessanten Wandjina Felszeichnungen oder dem

Helikopterflug zu den Zeichnungen der australischen Ureinwohner im Hinterland. Wir entscheiden uns für den Flug. Bei den Stopps mitten in der Wildnis entdecken wir unter Felsvorsprüngen Zeichnungen der Aborigines und auch Speerspitzen. Die Wanderung durch hohes Gras zu weiteren Zeichnungen ist ein unvergessliches Erlebnis. Nach der Rückkehr an Bord steigen wir in die Expeditionsboote um und fahren zu den Ruby Falls, wo wir ein erfrischendes Bad à la „Kimberley Style“ mit Schlamm- behandlung genießen.

Nach dem Mittagessen und

der Ankunft am Three Ways River fordern wir das Anglerglück heraus. Und tatsächlich: unser größter Fang ist ein Fingermark mit 54 cm Länge. Mit stolzgeschwellter Brust kehren wir an Bord zurück um dort zu erfahren, dass andere noch erfolgreicher waren. Was für ein Spaß! Am Abend heißt es schließlich „Party Night“ mit den kuriosesten Verkleidungen.

6. Tag: Frühaufsteher haben heute die Möglichkeit mit dem Hubschrauber zum Champagner-Frühstück bei Sonnenaufgang in der Wildnis der Kimberleys zu fliegen. Danach geht es mit dem Beiboot den

Sales River hinauf. An einigen Stellen müssen wir zwischen zerklüfteten Felswänden und herabstürzenden Wasserfällen die steigende Flut abwarten, um unsere Fahrt oberhalb der Kaskaden fortzusetzen. Nach dem Anlegen an einem feinen Sandstrand gehen wir zu Fuß weiter durch den Regenwald.

Der aufregende Marsch durch das schier un- durchdringliche Dickicht führt uns über Bachläufe

Der aufregende Marsch durch das schier undurchdringliche Dickicht führt uns über Bachläufe und lässt uns die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt aus nächster Nähe erleben. Das anschließende Mittagessen an Bord haben wir uns redlich

verdient! Währenddessen nimmt unser Schiff Kurs auf das berühmte Montgomery Riff.

Von den Expeditionsbooten beobachten wir aus allernächster Nähe das gewaltige Naturschauspiel beim Einsetzen der Ebbe, wenn durch den

Tidenhub von über sieben Metern das Riff freigelegt wird. Überall entdecken wir Wasser- schildkröten, kleine Riffhaie und andere Riffbewohner. Gegen Abend lichtet die „True North“ die Anker Richtung Talbot Bay. Unter den Sternen des süd- lichen Himmels klingt der heutige Tag aus.

7. Tag: Am heutigen Morgen erleben wir ein einzigartiges Naturschauspiel: Bei einsetzender Ebbe stürzt das Wasser aus zwei höher gelegenen Bassins durch eine schmale Öffnung in das darunter liegende Bassin und von dort aus in die Talbot Bay. Besonders eindrucksvoll ist dieser Anblick vom

Hubschrauber aus. Danach fliegen wir nach Koolan und Cockatoo Island. Die beiden Inseln bestehen fast vollständig aus Eisenerz und beherbergen Minen, die heute jedoch stillgelegt sind. Interessant ist auch ein Abstecher zu den Austernzuchtfarmen, auf denen die Arbeiter von ihren Hausbooten aus die Austern pflegen und ernten. Das geplante Schwimmen im Crocodile Creek muss leider ausfallen, da aufgrund der extrem hohen Tide das Meerwasser über den Rand des Wasserfallbassins spült und mit Krokodilen zu rechnen ist. Den Nachmittag verbringen wir am pulverfeinen weißen Sandstrand der Silicon Beach.

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8. Tag: Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende und so ergeht es auch uns. Am Morgen erreicht die „True North“ Broome. Der Abschied von der Crew und unseren Mitreisenden fällt nicht leicht nach den vielen einzigartigen Erlebnissen, die wir zusammen geteilt haben. Viele verlängern den Aufenthalt noch im bekannten Cable Beach Hotel am kilometerlangen weißen Sandstrand, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

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