{"id":1754,"date":"2023-01-10T14:42:42","date_gmt":"2023-01-10T13:42:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/?p=1754"},"modified":"2023-07-17T12:39:43","modified_gmt":"2023-07-17T10:39:43","slug":"james-cook-einer-der-grossen-entdecker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/historisches\/james-cook-einer-der-grossen-entdecker\/","title":{"rendered":"James Cook &#8211; einer der gro\u00dfen Entdecker"},"content":{"rendered":"<p>Die heutige Seefahrt w\u00fcrde es nicht geben, ohne die wagemutigen M\u00e4nner, die sich schon vor vielen hundert Jahren auf den Weg machten, die Welt zu entdecken und Seewege zu erkunden. Ihr Verm\u00e4chtnis lebt oft weiter, indem sie ihren Namen auf von ihnen entdeckten Orten hinterlassen haben. Namen, die uns bis heute bekannt sind, aber nicht viele kennen die Geschichten hinter den gro\u00dfen Namen. Deshalb wollen wir Ihnen heute die Geschichte von einem der bekanntesten Entdecker erz\u00e4hlen. Besonders durch seine drei Reisen in den Pazifik, auf denen er eine Vielzahl an Inseln entdeckte und eine gro\u00dfe Fl\u00e4che kartografierte, erlangte er Weltruhm. Er begegnete den Ureinwohnern stets gr\u00f6\u00dftenteils friedlich und mit Respekt. So scheint es verwunderlich, dass er durch die Hand solcher ums Leben kam \u2026 Von wem wir hier sprechen? Von <strong>James Cook<\/strong>.<\/p>\n<h2>Vom Habenichts zum Kommandeur<\/h2>\n<p>Als James Cook am 07. November 1728 in der Grafschaft Yorkshire als Sohn eines Tagel\u00f6hners geboren wurde, lie\u00df nichts darauf schlie\u00dfen, dass er mal eine der ber\u00fchmtesten Pers\u00f6nlichkeiten der Weltgeschichte werden w\u00fcrde. Mit 18 heuerte Cook zun\u00e4chst auf einem Schiff an, das Kohle transportierte. Sp\u00e4ter ging er dann zur Marine. James lernte flei\u00dfig und brachte sich viele seiner Kenntnisse selbst bei: Astronomie, Mathematik und die Grundlagen der Nautik. Und er stellte sich als begabter Kartograf heraus. Die Genauigkeit seiner Karten wurde erst im 20. Jahrhundert \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p>James erstellte zum Beispiel auf einer Fahrt durch den St.-Lorenz-Strom so detaillierten Karten, das diese den erfolgreichen Angriff der Engl\u00e4nder auf das franz\u00f6sische Quebec erm\u00f6glichten. Sp\u00e4ter fertigte er Karten der K\u00fcsten Neufundlands an. James Cook beobachtet dort eine Sonnenfinsternis und schickt seine Aufzeichnungen zur Royal Society nach London. Dort wurde man auf das au\u00dfergew\u00f6hnliche Talent von James aufmerksam und bot ihm Im Mai 1768 seine gro\u00dfe Chance: Er bekam das Kommando \u00fcber eine Expedition in den Pazifik. Vorrangig galt diese der Wissenschaft. Der Auftrag lautete, nach Tahiti zu segeln um den Venustransit der Sonne zu beobachten. Dies sollte dazu dienen, die Entfernung von der Sonne zur Erde zu berechnen. Aber das war nicht der ganze Auftrag: Cook sollte auch den &#8222;gro\u00dfen S\u00fcdkontinent \u2013 terra australis incognita&#8220; suchen. Man vermutete in dem sagenumwobenen Land Mineralien, Edelsteine, fruchtbaren Boden\u2013 etwas, das sich f\u00fcr England lohnen w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Die erste Entdeckerfahrt<\/h2>\n<p>An Bord des umgebauten Kohlefrachters \u201eEndeavour\u201c machte Cook sich 1768 auf dem Weg. Die Fahrt f\u00fchrte ihn um Kap Hoorn in den Stillen Ozean bis nach Tahiti. Auf der Insel gelang die Beobachtung des Venustransits und auch die Bewohner des Inselstaates lernten Cook und seine M\u00e4nner kennen. Nicht ganz konfliktfrei, aber doch \u00fcberwiegend friedlich waren diese Begegnungen. Nachdem der Venustransit vorbei war und die Nachbarinseln erkundet waren, segelte Cook weiter \u2013auf der Suche nach dem gro\u00dfen S\u00fcdkontinent &#8230; Am 07. Oktober 1769 stie\u00df er auf die Ostk\u00fcste Neuseelands. Er ben\u00f6tigte sechs Monate, um an ihr entlang zu segeln und kartierte insgesamt 3.800 Kilometer. Cook entdeckte, dass Neuseeland keinesfalls Teil des S\u00fcdkontinents ist, sondern eine Insel, die aus zwei Teilen besteht. Deshalb wurde die Meerenge zwischen dem Nord- und dem S\u00fcdteil nach ihm \u201eCookstra\u00dfe\u201c benannt. Am 19. April 1770, zwei Jahre nach seinem Aufbruch, erreichte James Cook schlie\u00dflich die Ostk\u00fcste Australiens. Die M\u00e4nner an Bord sahen zum ersten Mal eine unvorstellbar reiche Pflanzenwelt und seltsame Tiere wie K\u00e4ngurus.<\/p>\n<p>Ende August 1770 erreichte Cook die Durchfahrt in den Indischen Ozean. \u00dcber Batavia (heute Jakarta) und das Kap der Guten Hoffnung segelte er zur\u00fcck nach England, wo er am 11. Juni 1771 anlandete. 3 Jahre war er unterwegs. 3 Jahre voll aufregender Entdeckungen und Begegnungen. Jahre in denen er wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die Seefahrt gewonnen hatte. Nur den gro\u00dfen S\u00fcdkontinent, den hatte er nicht entdeckt.<\/p>\n<h2>Die zweite Entdeckerfahrt<\/h2>\n<p>Deshalb brach er schon ein Jahr sp\u00e4ter wieder auf. Am 13. Juli 1772 setzten die \u201eResolution\u201c und die \u201eAdventure\u201c die Segel in Richtung S\u00fcden. Dieses Mal \u00fcber das Kap der Guten Hoffnung hinaus weit in den S\u00fcden hinein; denn dort wurde der S\u00fcdkontinent vermutet. Die Schiffe erreichten den s\u00fcdlichen Polarkreis und n\u00e4herten sich bis auf 75 Seemeilen den Landmassen der Antarktis. Cook war der Erste, der die Ostwestdrift des Eises feststellt und das S\u00fcdpolarlicht gesehen hat. Drei Vorst\u00f6\u00dfe in den S\u00fcden hat Cook versucht, dreimal hat er den Polarkreis gekreuzt und einmal die Antarktis umsegelt (das wusste er allerdings nicht). Jedes Mal wurden sie von Packeis gezwungen, die Weiterfahrt abzubrechen. Aber eines hat Cook beim Kreuzen durch die verschiedenen Breiten des Pazifiks bewiesen: den sagenumwobenen S\u00fcdkontinent gibt es nicht. Ein weiteres Mal reich an Erfahrungen und Entdeckungen, in den Lader\u00e4umen viele v\u00f6lkerkundliche Exponate erreichte Cook am 30. Juli 1775 wieder seine Heimat England. Es sollte \u00fcbrigens 150 Jahre lang dauern, bis sich wieder ein Seefahrer so weit in den S\u00fcden vorwagen sollte.<\/p>\n<p>Cook hatte nun sicher vieles von dem, von dem er als Kind nur tr\u00e4umen konnte. Ruhm und Geld, eine Familie und ein sch\u00f6nes Zuhause und er war ein geehrtes Mitglied der Royal Geographical Society. Aber er langweilte sich, er wollte weitere Abenteuer erleben. Es galt, einen weiteren Mythos zu kl\u00e4ren. Gibt es eine Nordwestpassage? Cook wollte diese legend\u00e4re Verbindung zwischen dem Pazifik und dem Atlantik erforschen. Eine Aufgabe an der schon viele andere gescheitert waren \u2026<\/p>\n<h2>Die dritte Entdeckerfahrt<\/h2>\n<p>Denn die Umst\u00e4nde in dem Gebiet waren ausgesprochen widrig. Schlechtes Wetter, Nebel und Eis sollten es auch Cook und seinen M\u00e4nnern unm\u00f6glich machen, die Passage zu entdecken.<\/p>\n<p>Aber zun\u00e4chst ging es am 12. Juli 1776 mit zwei Schiffen \u00fcber das Kap der Guten Hoffnung wieder nach Tahiti, dann nach Norden. Im Januar 1778 entdeckte er Hawaii. Es ging weiter, die amerikanische Nordwestk\u00fcste entlang. Vancouver Island, die Aleuten, Alaska und die bislang unbekannten K\u00fcsten immer weiter in Richtung Norden werden von Cook genauestens kartiert. Sie segelten durch das Beringmeer und das Nordpolarmeer, wo Packeis sie zum Umkehren zwang. Cook hat keine Route gefunden, weder nach Westen noch nach Osten. (Das Durchqueren der Nordwestpassage gelang \u00fcbrigens tats\u00e4chlich erst Roald Amundsen zwischen 1903 bis 1906.)<\/p>\n<p>Cook wollte es sp\u00e4ter noch einmal versuchen, segelte zun\u00e4chst aber erst einmal wieder in Richtung S\u00fcden. Er beschloss, den Winter auf Hawaii zu verbringen. Diese Inselgruppe hatte er im Januar 1778 entdeckt. Die Legende sagt, dass er zuf\u00e4llig genau zu der Zeit auf Hawaii anlandete (n\u00e4mlich am 17. Januar 1779), als dort das Fest des Gottes \u201eLono\u201c gefeiert wurde und dass die Ureinwohner ihn f\u00fcr diesen Gott hielten. So wurden er und seine M\u00e4nner mit Zeremonien und Geschenken geehrt und man erwies ihnen ausgiebige Gastfreundschaft. Aber irgendwann drohte die Stimmung zu kippen. Die Vorr\u00e4te der Insulaner reichten nicht ewig, um zwei Schiffsmannschaften mitzuversorgen und au\u00dferdem sollte dem Mythos nach, der Gott \u201eLono\u201c die Insel doch schon l\u00e4ngst wieder verlassen haben \u2026 Es kam immer h\u00e4ufiger zu Auseinandersetzungen, als entschloss Cook sich, die Segel zu setzen und die Gegend zu erkunden.<\/p>\n<p>Allerdings kehrte er ziemlich rasch wieder zur\u00fcck. Sein Fockmast war in einem Sturm gebrochen und er wollte diesen an Land reparieren lassen. Jetzt war der Empfang nicht mehr freundlich. Die Sch\u00e4den am Schiff passten schlecht in das Bild eines unfehlbaren Gottes. Die Situation zwischen Cook und den Eingeborenen verschlimmerte sich. Es gab Diebst\u00e4hle und \u00dcbergriffe seitens der Hawaiianer, auf die Cook mit Wut reagierte. Als ein Beiboot gestohlen wurde, wollte er ein Exempel statuieren. Der \u00f6rtliche H\u00e4uptling sollte als Pfand f\u00fcr das Boot auf das Schiff gebracht werden. Also setzte Cook mit einigen M\u00e4nnern \u00fcber. Was nun geschah, ist nicht genau \u00fcberliefert. Aber an Land eskalierte die Situation und es kam zu einem Kampf, den James Cook nicht \u00fcberlebte. Am 14. Februar 1779 fand er den Tod.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"591\" src=\"https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--1024x591.jpg\" alt=\"The Death of Captain Cook painted by John Webber\" class=\"wp-image-1761\" srcset=\"https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--1024x591.jpg 1024w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--300x173.jpg 300w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--768x443.jpg 768w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--150x87.jpg 150w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--696x401.jpg 696w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--1068x616.jpg 1068w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber--728x420.jpg 728w, https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/The-Death-of-Captain-Cook-painted-by-John-Webber-.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In einem Jahrzehnt hatte James Cook im Pazifik mehr erkundet, als all seine Vorg\u00e4nger zusammen. Insgesamt 74 pazifische Inseln wurden von Cook entdeckt, benannt und vermessen. Er erforschte das Unbekannte wie niemand zuvor und hat wie sonst keiner viele wei\u00dfe Flecken auf den Landkarten gef\u00fcllt. Dabei hat er so gro\u00dfe Entfernungen zur\u00fcckgelegt wie noch kein Mensch vor ihm. \u00dcberall wurden Meeresstra\u00dfen, Buchten und Inseln nach ihm benannt. Seine Expeditionen haben unsch\u00e4tzbares Wissen in die Welt gebracht: geografisches, astronomisches, biologisches und ethnologisches.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heutige Seefahrt w\u00fcrde es nicht geben, ohne die wagemutigen M\u00e4nner, die sich schon vor vielen hundert Jahren auf den Weg machten, die Welt zu entdecken und Seewege zu erkunden. Ihr Verm\u00e4chtnis lebt oft weiter, indem sie ihren Namen auf von ihnen entdeckten Orten hinterlassen haben. 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