{"id":513,"date":"2019-01-03T13:23:12","date_gmt":"2019-01-03T12:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/?p=513"},"modified":"2022-11-25T13:09:00","modified_gmt":"2022-11-25T12:09:00","slug":"wie-entsteht-ein-kreuzfahrtschiff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.unlimited-cruises.com\/blog\/wissenswertes\/wie-entsteht-ein-kreuzfahrtschiff\/","title":{"rendered":"Wie entsteht ein Kreuzfahrtschiff?"},"content":{"rendered":"<p>2019, ein spannendes Kreuzfahrt-Jahr wartet auf uns. \u00dcber 20 neue Kreuzfahrtschiffe werden in diesem Jahr erstmalig in See stechen. <strong>Aber wie entstehen diese Schiffe eigentlich?<\/strong><\/p>\n<p>Rund vier Jahre bevor ein Schiff in Dienst gestellt wird, geht es bei der Auftrag gebenden Reederei in die <strong>Planung<\/strong>. Am Anfang werden die Eckdaten definiert z. B.: wie gro\u00df soll das Schiff werden, an welche Zielgruppe soll es sich richten und ob es eine Weiterentwicklung eines bestehenden Schiffs werden soll oder eine komplett neue Baureihe. Wenn die Eckdaten festgelegt sind, gilt es die richtige Werft f\u00fcr den Neubau zu suchen. Allzu viele Werften, die Kreuzfahrtschiffe bauen, gibt es nicht. Am bekanntesten sind die Meyer Werft mit den Standorten Papenburg und Turku (Finnland), STX im franz\u00f6sischen Saint-Nazaire und Fincantieri mit Hauptsitz in Triest (Italien).<\/p>\n<p>Jetzt folgt der <strong>Vertragsabschluss<\/strong> zwischen Reederei und Werft. In der schriftlichen Vereinbarung werden alle wichtigen Daten und Fakten mit Ausnahme des finalen Designs bestimmter Schiffsbereiche hinterlegt. Dieser Vertrag kann dann je nach Komplexit\u00e4t des Neubaus auch bis zu 1.000 Seiten oder mehr betragen.<\/p>\n<p>Konkreter wird es dann in der n\u00e4chsten Phase: der <strong>Realisierung der Pl\u00e4ne<\/strong>. In dieser Phase reicht die Reederei detaillierte Pl\u00e4ne ein und die Werft erstellt auf Grund dessen die Grundrisse des Kreuzfahrtschiffs. In dieser Phase sind neben den einzelnen Neubau-Teams der Reederei in der Regel auch freie Architekten beteiligt, die ihre Ideen mit in die Realisierung einflie\u00dfen lassen und der Werft sowie der Reederei beratend beiseite stehen.<\/p>\n<p>Mit dem <strong>Stahlschnitt<\/strong> wird dann h\u00e4ufig ca. ein Jahr nach Beginn der Planungsphase der Bauabschnitt eingeleitet. Der erste Stahlschnitt wird in der Regel feierlich zelebriert. Einige Werften \u00fcbertragen diese kleinen Zeremonien mittlerweile sogar per Live-Stream. Nach dem ersten Stahlschnitt folgen anschlie\u00dfend weitere immer gr\u00f6\u00dfer werdende Stahlschnitte, die zu gro\u00dfen Platten zusammengeschwei\u00dft werden. Dabei sind die Blocks zum Teil auch schon mit Technik und Rohrleitungen ausgestattet und k\u00f6nnen bis zu 400 Tonnen schwer sein.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chster Schritt erfolgt, wieder mit einer Zeremonie verbunden, die sogenannte <strong>Kiellegung<\/strong> (also das Einsetzen des ersten Blocks). Anschlie\u00dfend werden weitere Bl\u00f6cke mit Hilfe eines Krans per Blockbau-System miteinander verbunden und zusammengesetzt. Die Kiellegung ist sozusagen die \u201eGeburt\u201c des Schiffes. Per Definition muss das Schiff mehr als 50 Tonnen wiegen, dann bekommt es ein Zertifikat von der Klassifizierungsgesellschaft und taucht in den offiziellen Archiven auf.<\/p>\n<p>Viele Reedereien nutzen die Kiellegung eines Schiffes mittlerweile, um das neue Schiff der Presse vorzustellen. Aber die Kiellegung hat auch immer noch eine traditionelle Bedeutung. Bis heute werden als Gl\u00fccksbringer eine oder mehrere M\u00fcnzen auf einen Kiel-Block unter der ersten Sektion gelegt. Nach dem Aufschwimmen werden diese M\u00fcnzen irgendwo auf dem Schiff verschwei\u00dft. Das handhabt jede Reederei ein wenig anders.<\/p>\n<p>Das <strong>Aufschwimmen<\/strong> findet statt, sobald alle einzelnen Bl\u00f6cke miteinander verschwei\u00dft und auch die Kabinen eingebaut sind. Das Schiff ist jetzt schwimmtauglich und das Trockendock wird mit Wasser geflutet. Anschlie\u00dfend wird es an einen Pier geschleppt, wo die Innenarbeiten stattfinden.<\/p>\n<p>Nach Beendigung der Arbeiten finden dann einige Test- und Einf\u00fchrungsfahrten statt. Bei den <strong>Testfahrten<\/strong> wird vor allem der Antrieb getestet, aber auch das Fahrverhalten. Teilweise werden auch extreme Man\u00f6ver gefahren, um das Reaktionsverhalten des Schiffes zu testen. Die evtl. stattfindenden Einf\u00fchrungsfahrten dienen in erster Linie dazu, dass die Crew das Schiff kennen lernen kann.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr vier Wochen vor der Taufe erfolgt dann die <strong>\u00dcbernahme<\/strong> des Schiffes durch die Reederei. Mit der \u00dcbernahme des Neubaus ist die Reederei f\u00fcr das Schiff verantwortlich. Zuvor tr\u00e4gt die Werft die komplette Verantwortung. Selbst bei den Testfahrten ist der Kapit\u00e4n der Reederei quasi nur Gast an Bord. Jetzt geht auch nach und nach die Crew an Bord und das Schiff wird an den Ort der Taufe gefahren.<\/p>\n<p>Mit der <strong>Taufe<\/strong> des Kreuzfahrtschiffs erh\u00e4lt es seinen offiziellen Namen. Die Taufzeremonien mit prominenten Taufpatinnen werden oft als gro\u00dfe Events zelebriert, die die Aufmerksamkeit der Presse und potentieller Kunden auf sich zieht.<\/p>\n<p>Der letzte Schritt ist dann die <strong>Jungfernfahrt<\/strong>, die erste Reise mit G\u00e4sten und der Aufbruch zu vielen spannenden Kreuzfahrten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2019, ein spannendes Kreuzfahrt-Jahr wartet auf uns. \u00dcber 20 neue Kreuzfahrtschiffe werden in diesem Jahr erstmalig in See stechen. Aber wie entstehen diese Schiffe eigentlich? Rund vier Jahre bevor ein Schiff in Dienst gestellt wird, geht es bei der Auftrag gebenden Reederei in die Planung. Am Anfang werden die Eckdaten definiert z. 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