Frisch verlängert sind alle drei Schiffe der „Star-Class“ von Windstar Cruises. Wegen Corona geriet auch die groß angelegte „250 Millionen Dollar Star Plus Initiative“ in deren Verlauf die drei Schiffe um je etwa 25 Meter verlängert werden, ins Stocken und die ursprünglich vereinbarten Termine konnten nicht eingehalten werden. Umso glücklicher war die amerikanische Reederei, jetzt endlich die Luxus-Yachten wieder auf See bringen zu können. Die Star Breeze bereist zurzeit Französisch Polynesien und die Star Legend ist in ihrer ersten Saison nach dem großen Umbau noch bis November 2021 im Mittelmeer unterwegs. Die Star Pride wurde im Oktober von der Reederei übernommen und wird nun in Italien überwintern, um dann im April 2022 in ihre Saison im östlichen Mittelmeer zu starten.

Das sind die Neuerungen

Auf den Schiffen wurden je 50 neue Suiten mit französischen Balkonen hinzugefügt, wodurch sich die Gesamtzahl der Suiten pro Schiff auf 156 erhöht. Es gibt je zwei brandneue, größere Owner’s Suites mit drei Schlafzimmern und zwei Balkonen. Und in allen Suiten wurden die Badezimmer erneuert. Und auch alle öffentlichen Bereiche erstrahlen in neuem Glanz.

Das Spa- und Fitnesscenter wurde im Zuge der Umbauten vergrößert. Und auf dem Pooldeck erwartet Reisende jetzt ein größerer (Infinity-)Pool und noch mehr Decksfläche zum Entspannen und Sonnenbaden.

Zwei völlig neue kulinarische Erlebnisse gibt es auf den Schiffen auch: Der Star Grill präsentiert das Beste, was der Grillmeister zu bieten hat, und das Cuadro 44 von Sternekoch Anthony Sasso serviert eine lässige Tapas-Küche, die sich auf kleine Gerichte mit frischen spanischen Aromen spezialisiert hat.

Hinter den Kulissen verfügen die Schiffe der Star Plus-Klasse über neue Motoren mit höherer Treibstoffeffizienz, neue Tenderboote, eine leichter zugängliche Tenderplattform, ein neues HVAC- und HEPA-Luftfiltersystem sowie eine UV-C-Lichtbestrahlung in Krankenhausqualität als Teil der umfangreichen Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen, die zum Schutz der Passagiere und der Crew ergriffen wurden.

Die ersten Eindrücke

Unser Kollege Christoph konnte auf Einladung der Reederei die „neue“ Star Legend auf ihrer ersten Reise nach dem Umbau von Lissabon nach Malaga kennenlernen. Hier sind seine Eindrücke:

Kleine Schiffe, große Eindrücke: Ich bin nicht zum ersten Mal auf einem Schiff solcher Größe unterwegs. Vor gut 3 Jahren hatte ich eine ähnlich großartige Erfahrung auf der
L´Austral von Ponant. Nun war ich gespannt, was die Star Legend für mich bereithalten würde …

Das Einchecken in Lissabon gegen 13:00 Uhr verlief sehr zügig. Einer der Vorteile von kleinen Schiffen. Ich musste nur kurz das erforderliche Gesundheitsprotokoll ausfüllen, meine Kreditkarte hinterlegen und schon ging es zum letzten Punkt, zum notwendigen COVID-Schnelltest, der in einem kleinen Bereich, direkt im Terminal durchgeführt wurde. Nach 15 Minuten Warten und mit einem negativen Testergebnis in der Hand war es dann so weit und ich konnte die Star Legend betreten. An Bord erfolgten dann die persönliche Begrüßung und Einweisung zu Schiff und Suite. Ich wurde zu meiner Suite geführt, (das Gepäck war schon da) und mir wurden die Einrichtungen meines „Zuhause für einige Nächte“ erklärt.

Die Star Legend ist ein „all-Suites“-Schiff. Jeder Gast kommt also in den Genuss seiner eigenen Suite, die mindestens 26 qm groß ist. Ich bewohnte eine der neuen Suiten mit einem französischen Balkon. Schön, wenn man morgens schon einmal raustreten, ein bisschen frische Luft schnappen und die erste „Inaugenscheinnahme“ des angelaufenen Hafens machen kann.

Die Suiten sind wirklich großzügig angelegt. Das Bett steht am Fenster und so betritt man als erstes den „Wohnraum“ mit zwei kleinen Sesseln, einem Couchtisch und einem Sofa. Die Türen zum großzügigen Bad mit zwei Waschbecken und dem begehbaren Kleiderschrank gehen von diesem Raum ab. Mir hat der Schnitt der Suite sehr gut gefallen, alles wirkt luftig und komfortabel. Schön war auch, dass man nicht wie auf den meisten anderen Schiffen erst durch eine Art „Schlauch“ in die Kabine tritt, sondern gleich im Wohnraum steht.

Im Wohnbereich befindet sich auch ein Schrank, der Gläser und die Minibar beherbergt. Neben Karaffen mit Wasser empfing mich auch ein frischer Obstkorb (der während der Reise auf Wunsch nachgefüllt wird). Schön, dass ich mich so nach der Anreise erst einmal erfrischen konnte. Auch die alkoholfreien Getränke in der Minibar (und auch überall sonst auf dem Schiff) sind übrigens im Reisepreis enthalten und werden täglich nachgefüllt.

Die Größe und Ausstattung der Suite hat mich voll überzeugt und steht anderen Schiffen im Luxus-Segment in nichts nach. Wenn Sie die Einzelheiten ganz genau wissen möchten, schauen Sie doch im Blog Carmens Cruise Diary vorbei. Carmen Winkler hat ein genaues Auge auf alle Details an Bord geworfen.

Reisen während COVID-19

Kurz sei erwähnt, dass bei Windstar Cruises wie auch bei den meisten anderen Reedereien zurzeit nur eine Kreuzfahrt möglich ist, wenn man gegen COVID-19 geimpft ist und zusätzlich bei Einschiffung einen Schnelltest vornehmen lässt. Die Kosten des Testes sind im Reisepreis enthalten. An Bord gelten weitere Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

An Bord musste z. B. überall dort eine Maske getragen werden, wo der erforderliche Abstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann. Das betrifft vor allem die Innenbereiche des Schiffes. Am Platz im Restaurant, Theater oder Bar, konnte die Maske wieder abgezogen werden.

Erstklassiger Service

Vom ersten Tag an habe ich mich an Bord sehr wohlgefühlt. Viel Wert legt Günther Kopf, der Hotelmanager an Bord, auf die persönliche Ansprache seiner Crew gegenüber den Gästen und das ist deutlich spürbar. Solch einen herzlichen und individuellen Service kannte ich zuvor nur von Seabourn und Hapag-Lloyd Cruises. Vielleicht liegt es daran, dass Günther lange, lange Zeit für Seabourn Cruises gearbeitet hat und seiner Linie auch bei Windstar Cruises treugeblieben ist. Allerdings bestätigen mir Kollegen, die auch schon an Bord der Schiffe von Windstar Cruises waren, dass sich diese Art von besonderem Service auf alle Schiffe der Flotte erstreckt.

Genossen habe ich auch das erstklassige Essen (superschön z. B. abends mit Kerzenschein an Deck) und die leckeren Drinks an den verschiedenen Bars. Schon nach kurzer Zeit wussten die Barkeeper genau, was ich gerne trinken möchte und ich bekam immer meinen perfekten Drink.

Die Reiseroute von Lissabon nach Malaga, über Portimao, Gibraltar und jeweils zwei Tage Cadiz und Malaga, war ideal für diesen Schiffstyp. Denn in jedem der angelaufenen Häfen haben wir im Zentrum der Stadt gelegen. Ein perfekter Ausgangspunkt also, um eigene Erkundungen in die Stadt zu starten und sich ganz seinem eigenen Tempo hinzugeben. (Bitte beachten Sie: Zurzeit ist es wegen der geltenden Corona-Beschränkungen nicht überall möglich, selbstständig an Land zu gehen. Die Bestimmungen ändern sich je nach den Gegebenheiten im angelaufenen Land.)

Ein bisschen schade war es sicher, dass ich die Wassersportplattform nicht ausprobieren konnte. Denn diese wird nur betrieben, wenn das Schiff nicht im Hafen liegt, sondern ankert und so die Gegebenheiten für Wassersport genutzt werden können. Aber das mache ich dann beim nächsten Mal. Denn eines ist sicher: das war nicht meine letzte Kreuzfahrt auf einem der kleinen Luxus-Schiffe von Windstar Cruises.

Möchten Sie auch einmal mit Windstar Cruises reisen? Hier können Sie in den aktuellen Angeboten stöbern.

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