Es gibt eine ganze Reihe davon … „einmal-im-Leben“-Destinationen. Bei uns bei UC Unlimited Cruises sind die Galapagosinseln als eines der wenigen noch bestehenden Naturparadiese der Erde ganz weit oben auf der „Traumziel-Liste“.

Die ersten Inseln im Galapagos-Archipel haben sich vermutlich vor mehr als 8 Millionen Jahren gebildet. Sie liegen ca. 1.000 km vor der ecuadorianischen Küste im östlichen Pazifischen Ozean, nördlich und südlich vom Äquator. Heute besteht die Inselgruppe aus 13 Inseln, 6 kleineren Inseln und mehr als 40 Eilanden. Die Inseln gehören zu Ecuador und bilden die gleichnamige Provinz Galapagos mit der Hauptstadt Puerto Baquerizo Moreno. Nur fünf der Inseln sind bewohnt: Santa Cruz, Isabela, Floreana, San Cristóbal und Baltra.

Die Inseln liegen über dem Galapagos Hotspot, einem Zentrum vulkanischer Aktivität, an dem die heiße Lava des Erdinneren durch den Erdmantel aufsteigt und Vulkane und Lavalandschaften formt. Lavalandschaften sind nicht gerade durch üppigen Bewuchs und freundlichen Farben bekannt, das ist wohl einer der Gründe, warum diese einmalige Insellandschaft nach ihrer ersten Entdeckung im 16. Jhd. zunächst wieder in Vergessenheit geriet.

Erst im 17. und 18. Jhd. erweckten die Inseln zunächst das Interesse von Piraten, die sie als Versteck nutzten, später von Forschern, die Expeditionen unternahmen und schließlich auch von Walfängern, nachdem sie entdeckt hatten, dass die Wale hierherzogen, um sich zu vermehren. Auch das Fleisch der Schildkröten und die Felle der Seelöwen waren eine lange Zeit einer der Hauptgründe, die Galapagosinseln anzulaufen.

Erste Besiedelung
1832 wurden die Inseln ecuadorianischem Staatsgebiet zugeschrieben und General José Villamil besiedelte die Insel Floreana mit einer Strafkolonie. Die abgeschiedene Lage des Archipels erwies sich als geradezu ideal, um dort Strafgefangene unterzubringen. Und so blickt die Inselgruppe auf eine langjährige unrühmliche Geschichte des Strafvollzugs inklusive Misshandlungen und Mord zurück.

1835 erreichte der Naturforscher Charles Darwin das erste Mal den Archipel. Darwin erkannte bei seinen ausführlichen Erkundungen, dass die örtliche Flora und Fauna so nur dort vorkam. Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei eine Finken-Art (die heutigen Darwin-Finken), die einander zwar stark ähnelte, aber auf den unterschiedlichen Inseln auch so viele Abweichungen aufwies, dass Darwin sie als verschieden Arten einordnete. Diese Beobachtungen gelten als Ursprung von Darwins Evolutionstheorie.

Darwin-Fink-Galapagos

Seit 1832 wurden verschiedene Besiedelungsversuche unternommen, die aber alle fehlschlugen. Die Lebensbedingungen auf den Inseln erwiesen sich eben als alles andere als Ideal. Nur die deutsche Familie Wittmer, die 1932 auf Floreana ankam, blieb für immer. Die Nachfahren der Familie betreiben noch heute ein kleines Hotel auf der Insel.

Bedrohtes Paradies
Die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Galapagosinseln wurde im Laufe der Jahrhunderte nicht nur durch die Bejagung der Schildkröten und Seelöwen bedroht, auch die steigende Anzahl interessierter Besucher tut der fragilen Inselwelt nichts Gutes. Als das erkannt wurde, wurden strenge Maßnahmen zum Schutz dieses Ökosystems ergriffen. Seit 1959 ist der Galapagos-Archipel Nationalpark, im Jahre 1970 wurde er von der UNESCO ins Weltnaturerbe aufgenommen. 97 % der Fläche und 99 % der umliegenden Gewässer stehen unter Naturschutz. Die Inselgruppe darf nur unter Beachtung von strengen Regeln, die kontrollierte werden, besucht werden.

Es dürfen sich nur 3.500 Gäste pro Tag auf den Inseln und an definierten Besichtigungspunkten aufhalten. Und das alles auch nur unter Leitung eines Rangers. Kreuzfahrtschiffe dürfen den Archipel nur mit einer Genehmigung befahren. So soll der Schutz der Natur gewährleistet werden.

Leguan-Galapagos

Kreuzfahrt-Schiff mit neuester Umwelttechnik
Auch den Reedereien, die dieses besondere Gebiet befahren, ist der Erhalt der Natur ein wichtiges Anliegen. Und so wird immer mehr in Umwelttechnik und Energie-Effizienz der Schiffe investiert. Die neu in Dienst gestellte Celebrity Flora, mit Platz für maximal 100 Gäste, ist zum Beispiel extra für den Einsatz in den Inseln entwickelt worden und weist viele Neuheiten in Sachen Umweltschutz auf.

Wasserflaschen und Filtrationssystem im Zimmer
Auf den Kabinen gibt es auffüllbare Flaschen, die überall auf dem Schiff mit gefiltertem Wasser befüllt werden können.

Ankerlose Technologie
Anker können Meerestiere stören und den Boden des Ozeans schädigen. Die ankerlose Technologie mit „Dynamic Positioning System“ erlaubt das Halten des Schiffes in Position, auch ohne Anker.

Wasserumwandlung
An Bord wird Meerwasser in Süßwasser umgewandelt. Und das Kondenswasser wird zu Wasser umgewandelt, das in der Wäscherei an Bord zum Einsatz kommt.

Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs
Aufgrund des fortschrittlichen Antriebssystems, der Rumpfkonfiguration und der speziell entwickelten Dieselmotoren verbraucht die Celebrity Flora 15 % weniger Kraftstoff und hat aufgrund ihrer Spitzentechnologie geringere Luftemissionen.

Recycling
Das strikte Abfallmanagementsystem an Bord besagt, dass alle Materialien recycelt, wiederverwendet oder gespendet werden müssen.

Forschung
Die Celebrity Flora ist das erste Expeditionsschiff auf den Galapagosinseln, das mit modernster ozeanographischer Forschungsausrüstung, bekannt als Oceanscope, ausgestattet wurde. Über Ein- und Auslassventile unter dem Schiff wird während der Fahrt Wasser in die Ventile gezogen und kann dort analysiert werden. Die Daten werden gesammelt und Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt.

Die Celebrity Flora hat ihren Heimathafen auf Baltra und führt ganzjährig einwöchige Kreuzfahrten durch. Teils auch Vor- und Nachprogrammen in Quito oder Machu Picchu.

Celebrity-Flora
Celebrity Flora / Foto: Celebrity Cruises