EXPLORA III im persönlichen Check: Neuerungen, Reisebericht und Taufe in Barcelona

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Autorin: Jennifer Falkenau
Redaktion: Christiane Schivelbein

Wie unterscheidet sich die neue EXPLORA III von der EXPLORA I und EXPLORA II? Ich durfte das dritte Schiff von Explora Journeys bereits vor seiner offiziellen Jungfernreise kennenlernen, mehrere Tage an Bord verbringen und am 1. August 2026 bei der Taufe in Barcelona dabei sein.

Da ich die beiden Schwesterschiffe von mehreren Reisen und unserer UC-Gruppenreise sehr gut kenne, habe ich besonders auf die Unterschiede geachtet. Vieles fühlt sich vertraut an, manches wurde gut weiterentwickelt – und ein paar Dinge werde ich tatsächlich vermissen.

Die Reise fand auf Einladung von Explora Journeys statt. Meine Eindrücke, Erfahrungen und Bewertungen sind davon selbstverständlich unabhängig.

Die Route meiner Taufreise mit der EXPLORA III

Meine Reise mit der EXPLORA III führte von Civitavecchia bei Rom über Portofino und einen entspannten Tag auf See nach Barcelona. Dort wurde das neue Schiff am 1. August 2026 feierlich getauft. Bis zum Start der offiziellen Jungfernreise am 3. August blieb die EXPLORA III in Barcelona.

  • 29.07. Einschiffung in Civitavecchia/Rom
  • 30.07. Portofino
  • 31.07. Seetag
  • 01.08. Barcelona mit Taufe
  • 02.08. Ausschiffung in Barcelona

EXPLORA III: Das Wichtigste in Kürze

Die EXPLORA III ist 267,20 Meter lang und damit gut 19 Meter länger als die EXPLORA I und EXPLORA II. Trotzdem bleibt es bei 461 Suiten. Der zusätzliche Platz kommt unter anderem größeren Suiten, den öffentlichen Bereichen sowie den Angeboten für Wellness und Kulinarik zugute.

Zu den auffälligsten Neuerungen gehören die hellere Lobby, der Shore Club on 11, die überarbeiteten Poolbereiche, eine zweite Owner’s Residence sowie der gemeinsame Spa- und Fitnessbereich auf Deck 5.

Mir gefallen besonders der neu gestaltete Helios Pool und die Möglichkeit, direkt am Conservatory Pool leger zu essen. Weniger begeistert bin ich vom Wegfall der Bar im Med Yacht Club. Bei den neuen Sitzplätzen in der Lobby hat sich mein zunächst eher skeptischer Eindruck, den ich aufgrund erster Bilder gewonnen hatte, an Bord dagegen etwas relativiert.

Informationen zur EXPLORA III

  • Tonnage: 72.810 BRZ
  • Länge: 267,20 Meter
  • Breite: 32,60 Meter
  • Baujahr: 2026
  • Bauwerft: Fincantieri in Italien
  • Passagierdecks: 11
  • Suiten: 461 Suiten mit Meerblick und privater Terrasse
  • Passagiere: maximal 996
  • Crew: rund 690
  • Bordsprache: Englisch
  • deutschsprachiger Gästeservice an Bord

Die EXPLORA III ist das erste LNG-betriebene Schiff von Explora Journeys. Die LNG-Tanks benötigen mehr Platz und sind einer der Gründe dafür, dass das Schiff länger ist als seine beiden Schwestern.

Meine Reise mit der neuen EXPLORA III

Bereits um 7:15 Uhr startete mein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Rom. Nach der Gepäckausgabe wurden wir von Mitarbeitern von Explora Journeys empfangen und im Handumdrehen zu unserem privaten Transfer gebracht.

Die Organisation und der Check-in verliefen, wie von Explora Journeys gewohnt, angenehm schnell und vollkommen reibungslos. Kein langes Warten, kein hektisches Suchen nach Unterlagen – stattdessen blieb mehr Zeit für das Wesentliche: die Vorfreude.

In der Suite wartete eine Flasche Champagner und einige kleine Leckereien auf mich. Mir fiel direkt auf, dass die Champagner-Flasche anders aussah als sonst. Und richtig: Auf der EXPLORA III wird unter anderem der G. H. Martel Champagne Prestige Brut ausgeschenkt.

Da ich mich bekanntlich eher als Premiumverkosterin für Hugo Spritz bezeichnen würde, habe ich mich über diesen Champagner zunächst ein wenig schlaugemacht. Der G. H. Martel Prestige Brut verbringt 36 Monate auf der Feinhefe in der Flasche. Das soll für feinere Perlen und eine größere geschmackliche Tiefe sorgen. Ein Großteil der verwendeten Trauben stammt zudem aus als Premier Cru klassifizierten Dörfern der Champagne.

Kurz gesagt: ein durchaus vielversprechender Auftakt. Und selbst als überzeugte Hugo-Spritz-Liebhaberin muss ich zugeben, dass sich ein kleiner Abstecher in die Welt des Champagners manchmal lohnt.

Mein erster Rundgang über die EXPLORA III

Kaum angekommen, startete ich zu einer ausführlichen Schiffsbesichtigung. Natürlich war ich besonders gespannt darauf, welche Neuerungen die EXPLORA III mitbringt, welche bekannten Bereiche weiterentwickelt wurden und was sich im Vergleich zur EXPLORA I und EXPLORA II verändert hat.

EXPLORA III im Video: mein Rundgang

Bei meinem Rundgang zeige ich Ihnen die wichtigsten neuen Bereiche und meine persönlichen Lieblingsplätze an Bord.

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Weitere Informationen

Was unterscheidet die EXPLORA III von der EXPLORA I und II?

Obwohl das Schiff länger geworden ist, wurde die Zahl der Suiten nicht erhöht. Dadurch wirkt die EXPLORA III großzügig, ohne dass mehr Gäste an Bord untergebracht werden.

Der Anteil der Ocean Penthouses und Ocean Residences wurde erhöht. Außerdem gibt es am Heck eine zweite Owner’s Residence. Die beiden jeweils 315 Quadratmeter großen Residences erstrecken sich über die gesamte Schiffsbreite und verfügen über zwei Schlafzimmer, einen großen Wohn- und Essbereich sowie eine weitläufige Terrasse mit privatem Whirlpool und verschiedenen Lounge- und Essbereichen.

Eine der beiden Owner’s Residences wurde in Zusammenarbeit mit der spanischen Architektin und Designerin Patricia Urquiola gestaltet.

Wie gefällt mir die neue Lobby der EXPLORA III?

Mein Rundgang begann natürlich in der Lobby. Sie sieht deutlich anders aus als auf den beiden bisherigen Schiffen. Helle Beigetöne, abgerundete Möbel und eine geschwungene Treppe lassen den Raum freundlicher und moderner wirken.

Als ich im Vorfeld die ersten Bilder sah, war ich zunächst etwas skeptisch. Der Bereich wirkte auf den Fotos sehr offen, und ich fragte mich, ob man dort nicht ein wenig zu sehr auf dem Präsentierteller sitzen würde.

Vor Ort lösten sich meine Bedenken zumindest teilweise in Luft auf. Einen großen Anteil daran hat die neue, imposante Deckenbeleuchtung. Sie ist nicht nur ein echter Blickfang, sondern schafft auch eine optische Abgrenzung zwischen dem Crema Café auf der oberen Ebene und der Lobby Bar darunter. Dadurch wirkt der Bereich geschützter und gemütlicher, ohne seine offene Atmosphäre zu verlieren.

Rendering der Lobby mit großer Lichtinstallation und hellen Loungemöbeln auf der EXPLORA III

Bei einigen Sitzgruppen bin ich trotzdem noch etwas zwiegespalten. Ein Teil der Loungemöbel steht genau dort, wo die Treppe aus Richtung Crema Café in die Lobby führt. Wer dort sitzt, befindet sich tatsächlich ziemlich auf dem Präsentierteller. Von oben schauen die vorbeilaufenden Gäste direkt auf die Sitzplätze hinunter. Diese Plätze wären deshalb vermutlich weiterhin nicht meine erste Wahl.

Vermissen werde ich das riesige Regal hinter der Lobby Bar, das sich auf der EXPLORA I und EXPLORA II über zwei Etagen erstreckt. Es war einfach ein enormer Hingucker – auch wenn es vermutlich ein ebenso enormer Staubfänger war.

Rezeption und Ausflugsschalter befinden sich auf der EXPLORA III ebenfalls an einer anderen Stelle. Dadurch lassen sich die verschiedenen Bereiche leichter voneinander unterscheiden, und in der eigentlichen Lobby entsteht weniger Unruhe.

„Home at Sea“ – für mich tatsächlich ein Nachhausekommen

Explora Journeys warb zu Beginn mit dem Slogan „Home at Sea“. Gemeint waren damit unter anderem das Design der Suiten, die privaten Rückzugsorte und das entspannte Reisegefühl an Bord.

Für mich bedeutet „Home at Sea“ inzwischen allerdings noch etwas anderes: Es fühlt sich tatsächlich ein wenig so an, als würde ich nach Hause kommen.

Obwohl die EXPLORA III einige Veränderungen und Neuerungen mitbringt, ist gleichzeitig vieles Vertraute noch an seinem Platz. Besonders schön war es für mich, bereits beim Betreten des Schiffes bekannte Gesichter zu sehen – darunter Activity Manager Ruben und meine liebste Servicekraft Mary Rose.

Jennifer Falkenau mit Activity Manager Ruben an Bord Explora III.
Jenni mit Activity Manager Ruben.

Genau diese persönlichen Begegnungen machen für mich den besonderen Zauber von Explora Journeys aus. Ein schönes Schiff ist das eine. Doch erst die Menschen an Bord sorgen dafür, dass es sich wirklich wie ein Zuhause auf dem Meer anfühlt.

Meine Ocean Terrace Suite auf der EXPLORA III

Anschließend bezog ich meine Suite mit der Nummer 8060, eine Ocean Terrace Suite 3.

Die rund 35 Quadratmeter große Suite besteht aus einem etwa 28 Quadratmeter großen Wohn- und Schlafbereich sowie einer sieben Quadratmeter großen privaten Veranda. Sie ist sehr schön eingerichtet und überzeugt mit vielen liebevollen Details.

Eine kleine, für manche Gäste aber durchaus wichtige Neuerung gibt es in den Suiten ebenfalls: Neben dem Dyson-Föhn gehört auf der EXPLORA III nun auch ein Steamer von Steamery zur Ausstattung jeder Suite. Damit lassen sich Blusen, Kleider, Hemden oder andere Kleidungsstücke nach dem Auspacken schnell auffrischen und glätten. Gerade auf längeren Reisen oder vor einem etwas festlicheren Abend ist das ausgesprochen praktisch, denn man muss nicht jedes Kleidungsstück nur wegen ein paar Falten zum Bügeln geben.

Zur Begrüßung wartete neben der bereits erwähnten Flasche Champagner noch eine süße Überraschung aus der Patisserie auf mich. Außerdem lagen einige besondere Goodies bereit. Dazu gehörte die neue Explora-Kappe, die auch Tennisprofi und Explora-Markenbotschafter Jannik Sinner bereits präsentiert hat.

Ebenfalls in meiner Suite wartete die neue Explora Beach Bag, die normalerweise den Gästen der Residences vorbehalten ist. Eine schöne und zugleich praktische Tasche, die sich perfekt für einen Tag am Pool, am Strand oder für einen Einkaufsbummel eignet.

Solche Aufmerksamkeiten sind vielleicht nur kleine Details. Sie sorgen aber dafür, dass man sich vom ersten Moment an besonders willkommen fühlt.

Welche Restaurants sind auf der EXPLORA III neu?

Wer meine Reiseberichte kennt, weiß wahrscheinlich, dass ich mich an Bord besonders gerne und ausführlich mit dem Thema Essen beschäftige. Deshalb habe ich natürlich auch die neuen kulinarischen Angebote der EXPLORA III unter die Lupe genommen.

Meine bekannten Favoriten sind weiterhin da: Sakura, Fil Rouge, Marble & Co. Grill, Emporium Marketplace, Med Yacht Club und Anthology. Ergänzt werden sie durch den Shore Club on 11, den Chef’s Table und The Cellar.

Shore Club on 11: endlich leger am Pool essen

Eine der für mich besten Neuerungen ist der Shore Club on 11 am Conservatory Pool. Das Restaurant bietet in entspannter Beach-Club-Atmosphäre kleine Gerichte, die von den Küchen sonniger Küstenregionen inspiriert sind.

Auf der Karte stehen unter anderem Salate, gegrillte Gerichte, herzhafte und süße Crêpes sowie Eis. So ein unkompliziertes Angebot direkt am Pool hat bei Explora Journeys bisher gefehlt. Bei Silversea oder Oceania Cruises gehört eine legere Möglichkeit zum Essen am Pool schon länger zum Konzept.

Mir gefällt es, dass man jetzt auf der EXPLORA III nicht jedes Mal eines der klassischen Restaurants besuchen muss, wenn man während eines entspannten Tages am Pool nur eine Kleinigkeit essen möchte.

Die bisherige eigenständige Crêperie & Gelateria gibt es zwar nicht mehr. Crêpes und Eis sind jedoch nicht vollständig verschwunden, sondern wurden in das Angebot des Shore Club integriert.

Rendering vom Shore Club 11 Restaurant an Bord Explora III.

Am Tag der Taufe hatte ich nach einem Spaziergang durch Barcelona die Gelegenheit das neue Restaurant zu testen. Da es erst 12 Uhr war, entschied ich mich vernünftigerweise für eine Kleinigkeit.

Aus der Auswahl „Dips & Chips“ bestellte ich Baba Ghanoush (ein cremiger Dip aus Aubergine). Dazu gab es einen gegrillten Halloumi-Spieß, gewürzt mit Tahini und begleitet von einem frischen Zitronen-Joghurt-Dip.

Die Kombination war so lecker, dass ich mir direkt vornahm, sie zu Hause nachzumachen. Ob sie dort ohne Meerblick, Pool und aufmerksamen Service genauso gut schmecken wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Chef’s Table: für mich eher ein „Nice to have“

Beim neuen Chef’s Table by Explora Journeys können die Gäste gemeinsam mit dem Küchenteam ein persönliches Menü entwickeln. Vorlieben, besondere Erinnerungen, Reiseziele oder bestimmte Zutaten können dabei in das Menü und die Weinbegleitung einfließen.

Das Konzept eignet sich sicherlich gut für einen besonderen Anlass. Nach meiner bisherigen Erfahrung kommen solche individuellen Dining-Erlebnisse vor allem bei amerikanischen Gästen gut an. Für mich persönlich ist der Chef’s Table eher ein „Nice to have“.

The Cellar: ein Angebot für Weinliebhaber

Neu ist auch The Cellar by Explora Journeys. Das Angebot richtet sich an Weinliebhaber, die besondere Jahrgänge, bekannte Spitzenweine oder weniger geläufige Rebsorten mit fachkundiger Begleitung entdecken möchten.

Also eher nicht an mich. Ich ziehe dem Wein doch eindeutig einen Hugo vor.

Die edle Gestaltung des Raumes und die schöne Präsentation der Weine gefallen mir allerdings sehr gut.

Rendering von THE CELLAR by Explora Journeys.

Warum mir die Bar im Med Yacht Club fehlt

Im Med Yacht Club gibt es auf der EXPLORA III mehr Tische. Dafür ist die bisherige Bar mit den davor liegenden Loungeplätzen verschwunden.

Diese Entscheidung finde ich wirklich schade. Ich mochte es sehr, dort zunächst einen Drink zu bestellen und ein paar Tapas zu essen. Die Lounge war außerdem ein schöner Treffpunkt, um gemeinsam mit Reisebekanntschaften ganz entspannt in den Abend zu starten. Anschließend konnte man immer noch in ein anderes Restaurant weiterziehen.

Mehr Restaurantplätze sind zwar praktisch. Für mich verliert der Med Yacht Club dadurch aber einen Teil seiner besonderen Atmosphäre.

Was ist an den Pools der EXPLORA III neu?

Am Conservatory Pool fällt zunächst auf, dass die gesamte Gestaltung weicher wirkt. Sonnenliegen, Bar und Treppe wurden mit runden Formen gestaltet.

Der Bildschirm steht jetzt auf der anderen Seite des Poolbereichs und fällt weniger stark ins Auge. Darunter befindet sich ein neuer Wasservorhang. Den finde ich mal wirklich etwas Neues – und er ist definitiv ein schöner Hingucker.

Durch die neue Gestaltung wirkt der Conservatory Pool luftiger. Auch der etwas größere Pool und der direkt angrenzende Shore Club passen gut zusammen.

Noch besser gefällt mir der neue Helios Pool. Der Adults-only-Bereich wirkt sehr gelungen und einladend. Das Wasserbecken wurde anders aufgeteilt, und anstelle des zweiten Whirlpools gibt es nun eine zusätzliche Sitzgruppe.

An mehreren Stellen wurden außerdem Sonnensegel ergänzt. Besonders an den Liegeplätzen rund um den Helios Pool ist der zusätzliche Schatten ein echter Vorteil.

Auch die Sonnenbetten am Astern Pool verfügen nun über praktische Sonnensegel. Überzeugte Sonnenanbeter können jedoch beruhigt sein: Auf Wunsch nimmt die Crew sie ganz unkompliziert ab.

Was hat sich in den Bars und Lounges verändert?

Der Billardtisch steht nicht mehr in der Astern Lounge, sondern in der Malt Whisky Bar. Dort ist er für mich deutlich besser aufgehoben.

In der Astern Lounge finden regelmäßig Vorträge über die Reiseziele, Quizrunden, Karaoke und andere Veranstaltungen statt. Wenn währenddessen nebenan Billard gespielt wurde, konnte das durchaus stören. In der Malt Whisky Bar passt der Tisch besser.

Die Astern Lounge gewinnt dadurch zusätzlichen Platz für Veranstaltungen. Auch in den beiden anderen großen Lounges wurde nachgebessert: Die Explora Lounge wirkt durch hellere Farben leichter, während es in der Journeys Lounge jetzt eine absenkbare Bühne gibt.

An die Malt Whisky Bar schließt sich nun eine Outdoor Cigar Lounge an. Mich persönlich zieht es zwar nicht dorthin, ich kann die Ergänzung trotzdem gut nachvollziehen. Whisky und Zigarren – das gehört irgendwie zusammen.

Der Raucherbereich auf Deck 6 in der Nähe des Crema Cafés war auf meinen bisherigen Reisen immer gut besucht. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass auch die neue Cigar Lounge angenommen wird.

Wo befinden sich Spa und Fitnessstudio?

Fitnessstudio und Spa befinden sich auf der EXPLORA III gemeinsam auf Deck 5. Das ist für mich eine stimmige Lösung.

Gut finde ich, dass Explora Journeys den Reformer-Pilates-Trend aufgegriffen hat. Dafür stehen neue Geräte von Technogym zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen separaten Raum für persönliche Trainingseinheiten.

Durch den Umzug fehlt im Fitnessstudio allerdings der Meerblick. Das ist vor allem für Gäste schade, die auf dem Laufband oder Crosstrainer trainieren. Beim Training an den Kraftgeräten schaut man meiner Meinung nach ohnehin eher selten aus dem Fenster.

Die Outdoor-Geräte auf Deck 14 sind weiterhin vorhanden. Darüber wurden ebenfalls Sonnensegel angebracht. Sie wirken für mich an dieser Stelle zwar etwas zufällig, erfüllen bei starker Sonne aber sicherlich ihren Zweck.

Eine der auffälligsten Neuerungen im Spa ist der Sava Sound Pod, den es derzeit exklusiv auf der EXPLORA III gibt. Der Name klingt zunächst ein wenig nach einem futuristischen Klangmöbel. Tatsächlich liegt man dabei in einer kokonartig geformten Liege, während tiefe Schallfrequenzen als sanfte Vibrationen über den Körper übertragen werden. Gleichzeitig erklingt räumlich abgestimmte Musik.

Die 45-minütige Anwendung trägt den Namen „Deep Blue Reset“ und kostet 95 €. Laut Beschreibung von Explora Journeys soll die Kombination aus Klang und Vibration dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, körperliche Anspannung zu lösen und die Konzentration zu fördern. Es handelt sich also nicht um eine klassische Massage, sondern um ein privates Klangerlebnis, bei dem man die Musik nicht nur hört, sondern auch körperlich wahrnimmt.

Was bietet die EXPLORA III für Familien?

Auch für Familien hat sich auf der EXPLORA III einiges verändert. Der Nautilus Club ist größer als auf der EXPLORA I und EXPLORA II und besteht nun aus zwei voneinander getrennten Bereichen. Im Nautilus Club Juniors werden Kinder von drei bis elf Jahren betreut, während der Nautilus Club Teens Jugendlichen von zwölf bis 17 Jahren einen eigenen Rückzugsort bietet. Das finde ich sinnvoll, denn die Interessen eines fünfjährigen Kindes unterscheiden sich nun einmal deutlich von denen eines Teenagers.

Rendering vom Nautilus Teens Club auf der Explora III.

Im Juniors-Bereich wird außerdem eine Babybetreuung durch die Nautilus Hosts von bis zu zehn Stunden täglich angeboten. Kinder unter drei Jahren können den Bereich gemeinsam mit ihren Eltern nutzen. Zum Programm gehören je nach Alter unter anderem Videospiele und VR-Konsolen, Sport, Kreativangebote, Technologiewettbewerbe und Brettspiele. Für bestimmte Zeiten werden außerdem der Sports Court und einer der beheizten Pools für die jüngeren Gäste reserviert.

Arbeiten und Meetings an Bord

Auf Deck 11 stehen außerdem drei Räume für Meetings, Videokonferenzen oder ungestörtes Arbeiten zur Verfügung. Wer seine Reise mit beruflichen Terminen verbinden muss, findet dort bessere Bedingungen als in einer öffentlichen Lounge.

Ich persönlich würde meine Zeit an Bord allerdings weiterhin lieber am Pool oder im Sakura verbringen.

Welche Geschäfte sind neu auf der EXPLORA III?

Ein Besuch in den Bordgeschäften durfte bei meinem Rundgang natürlich nicht fehlen. Auf der EXPLORA III gibt es erstmals an Bord eines Explora-Schiffes eine Boutique von Chopard. Auch Rolex ist nach einem „Aussetzer“ auf der EXPLORA II wieder mit einem eigenen Geschäft vertreten.

Rendering vom CHOPARD Shop an Bord der Explora III.

Im Ocean Atelier wird außerdem die neue und exklusive Schmuckkollektion „Mandala Fine Jewellery“ präsentiert. Die Kollektion wurde gemeinsam mit der Designerin Fanny Blanchelande entwickelt und orientiert sich am Mandala-Symbol von Explora Journeys.

Zum Start besteht sie aus den drei Linien „Origin“, „Horizon“ und „Odyssey“. Neben Edelmetallen und Edelsteinen kommen unter anderem Emaille, Keramik, Titan und Aluminium zum Einsatz. Die Kollektion wird zunächst auf der EXPLORA III angeboten und soll später auch auf weiteren Schiffen erhältlich sein.

Der erste Abend an Bord der EXPLORA III

Nach einer Informationsveranstaltung in der Journeys Lounge zog es uns am frühen Abend an einen meiner absoluten Lieblingsorte an Bord: die Sky Bar auf Deck 14.

Bei angenehm warmem Wetter, entspannter Lounge-Musik eines Live-DJs und natürlich einem eisgekühlten Hugo Spritz in der Hand verließen wir langsam den Hafen von Civitavecchia. Während die Küste immer kleiner wurde und die Sonne das Meer in warmes Licht tauchte, stellte sich dieses besondere Kreuzfahrtgefühl ein: Die Reise hatte nun ganz offiziell begonnen.

Für mich gibt es kaum einen schöneren Ort, um das Auslaufen zu erleben. Die Aussicht, die Musik und die entspannte Atmosphäre der Sky Bar sind einfach eine unschlagbare Kombination.

Mediterraner Genuss im Med Yacht Club

Für das Abendessen hatten wir mit unserer Gruppe eine Reservierung im Med Yacht Club.

Gerade in größerer Gesellschaft gehe ich dort besonders gerne essen. Das Restaurant eignet sich wunderbar dazu, viele verschiedene Speisen zu bestellen, miteinander zu teilen und sich gemeinsam durch die mediterrane Küche zu probieren.

Als Vorspeise entschieden wir uns daher für eine große Auswahl an Tapas. Auf den Tisch kamen unter anderem Ibérico-Schinken, Pintxos, Patatas Bravas und Manchego Fritters.

Es war genau die Art von Essen, bei der ständig neue Teller auf den Tisch gestellt werden und man sich vornimmt, wirklich nur noch eine Kleinigkeit zu probieren. Ein Vorsatz, der erfahrungsgemäß nur wenige Sekunden hält.

Anschließend gab es für mich ein Rindercarpaccio und ein Rinderfilet. Beides war hervorragend – allerdings auch so sättigend, dass für ein Dessert leider kein Platz mehr blieb.

Zu später Stunde ertönte in den öffentlichen Bereichen eine Durchsage: In Kürze würden wir auf der Backbordseite die EXPLORA I passieren.

Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und machten uns auf den Weg in die Astern Lounge. Von dort aus bestaunten wir die beleuchtete EXPLORA I, die in der Dunkelheit über das Meer glitt.

Dieser Anblick hatte etwas ganz Besonderes. Zwei Schiffe derselben Familie begegneten sich auf See – und für einen kurzen Moment schien es fast so, als würden sie sich gegenseitig zuwinken.

Ein stimmungsvoller Abschluss für unseren ersten Abend an Bord der EXPLORA III.

Von Portofino zu den farbenfrohen Cinque Terre

Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker bereits um 7 Uhr. Erst am Vorabend hatte ich erfahren, dass alle Gäste von Explora Journeys einen Landausflug geschenkt bekommen hatten – eine schöne Überraschung.

Da ich allerdings noch nicht wusste, welches Programm mich genau erwartete, beschloss ich, mich vorsichtshalber erst einmal ausgiebig im Emporium Marketplace zu stärken. Man weiß schließlich nie, ob ein Ausflug eher aus gemütlichem Flanieren oder aus einer unerwarteten Bergbesteigung besteht.

Gegen 9 Uhr trafen sich alle angemeldeten Gäste mit ihren Ausflugstickets in der Astern Lounge. Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt und machten uns auf den Weg zum Tenderboot.

Bereits die Überfahrt nach Portofino fühlte sich weniger wie ein notwendiger Transfer und mehr wie eine kleine Panoramafahrt an. Das tiefblaue Wasser, die grüne Küste und die bunten Häuser, die langsam näher rückten, boten einen wunderschönen ersten Eindruck.

Von Portofino in Richtung Cinque Terre

Im kleinen Hafen von Portofino angekommen, lernten wir unseren Guide kennen. Damit konnte unser Ausflug „Colorful Cinque Terre“ beginnen.

Zunächst unternahmen wir einen kurzen Spaziergang durch Portofino. Vorbei an eleganten Boutiquen, farbenfrohen Fassaden und dem berühmten kleinen Hafen führte uns der Weg schließlich zu unseren Transportmitteln: Mercedes-Benz-Vans mit Platz für jeweils sieben Personen.

Anschließend machten wir uns auf den Weg in Richtung Cinque Terre. Die Fahrt dauert normalerweise etwa eineinhalb Stunden. Bei uns nahm sie etwas mehr Zeit in Anspruch, da die kurvenreiche Strecke einigen Teilnehmern ein wenig auf den Magen schlug.

An dieser Stelle möchte ich unseren großartigen Fahrer ausdrücklich loben. Er versorgte uns während der Fahrt mit interessanten und humorvollen Informationen und passte sich wunderbar an die Stimmung unserer Gruppe an.

Irgendwann sangen wir gemeinsam italienische Klassiker. Gefühlt fehlten nur noch Sonnenbrillen, ein Cabriolet und der Abspann eines italienischen Sommerfilms.

Als es einer Teilnehmerin nicht gut ging, reagierte unser Fahrer sofort. Er nahm die Situation ernst und hielt an, damit sie sich in Ruhe erholen konnte. Diese aufmerksame und herzliche Art hat uns sehr beeindruckt.

Monterosso al Mare

Unser erster Halt war Monterosso al Mare, der größte der fünf Orte der Cinque Terre. Dort unternahmen wir zunächst eine geführte Walking-Tour.

Im Anschluss hatten wir rund 30 Minuten Freizeit und konnten zwischen zwei Möglichkeiten wählen: einem Spaziergang zu einem Aussichtspunkt oder einer kleinen Shoppingrunde auf eigene Faust.

Bei gefühlten 38 Grad traf ich eine ausgesprochen entschlossene und – wie ich finde – sehr vernünftige Entscheidung: Die Souvenirgeschäfte mussten schließlich ebenfalls besichtigt werden.

Danach ging es zum Mittagessen in ein charmantes und glücklicherweise klimatisiertes Restaurant.

Kulinarisch begann das Menü mit einem Tintenfischsalat. Darauf folgten ein Risotto mit Meeresfrüchten und frittierter Tintenfisch. Zum Abschluss wurde Tiramisu serviert. Dazu gab es Weißwein – schließlich befanden wir uns in Italien und wollten uns kulturell möglichst vollständig integrieren.

Mehr als gestärkt machten wir uns anschließend entlang der Strandpromenade auf den Weg zum Bahnhof.

Vernazza

Die Bahn ist das schnellste und praktischste Verkehrsmittel zwischen den Orten der Cinque Terre. Die Züge fahren in kurzen Abständen, und unser nächstes Ziel lag nur eine Station entfernt: Vernazza.

Schon beim Verlassen des Bahnhofs wurde deutlich, weshalb Vernazza für viele zu den schönsten Orten der Cinque Terre zählt.

Durch enge Gassen und vorbei an farbenfrohen, dicht aneinandergebauten Häusern gelangt man hinunter zum kleinen natürlichen Hafen. Rund um die Piazza laden Cafés und Restaurants dazu ein, das lebhafte Treiben bei einem Espresso oder einem Glas Wein zu beobachten.

Vernazza wurde bereits im Jahr 1080 als befestigter Ort und wichtiger maritimer Stützpunkt erwähnt. Noch heute erinnern die Überreste der alten Verteidigungsanlagen, das Castello Doria und der Aussichtsturm Belforte an diese Vergangenheit.

Der Ort wirkt wie eine klassische italienische Postkarte – nur lebendiger, voller und deutlich wärmer. Bunte Hausfassaden, kleine Boote im Hafen und die umliegenden grünen Hänge bilden eine Kulisse, bei der man automatisch alle paar Meter stehen bleibt, um ein weiteres Foto zu machen.

Obwohl Vernazza nicht besonders groß ist, gibt es erstaunlich viel zu entdecken: verwinkelte Gassen, kleine Geschäfte, historische Gebäude und immer wieder neue Ausblicke auf das Meer.

Der einzige Nachteil: Man ist dort selten allein. Offenbar hatten noch einige andere Menschen die durchaus berechtigte Idee, diesen wunderschönen Ort zu besuchen.

Riomaggiore und die Via dell’Amore

Unser letzter Stopp führte uns nach Riomaggiore, dem südlichsten der fünf Orte der Cinque Terre.

Das historische Dorf liegt eingebettet zwischen zwei steilen, terrassierten Hügeln und zieht sich mit seinen schmalen Gassen und farbenfrohen Häusern beinahe senkrecht den Hang hinauf.

Unten am Meer wartet ein kleiner Hafen, in dem Fischerboote vor den pastellfarbenen Fassaden schaukeln. Eine jener Kulissen, bei denen man sich kurz fragt, ob man gerade durch einen echten Ort oder durch das Titelbild eines Italien-Reiseführers spaziert.

Bekannt ist Riomaggiore außerdem als Ausgangspunkt der Via dell’Amore. Der in die Felsen gebaute Küstenweg verbindet Riomaggiore mit dem benachbarten Manarola und bietet auf einer Strecke von rund 900 Metern schöne Ausblicke auf das Meer.

Auch Riomaggiore erkundeten wir zunächst bei einer kurzen Walking-Tour. Dabei blieb genügend Zeit, die Atmosphäre des Ortes auf sich wirken zu lassen: enge Gassen, steile Treppen, kleine Geschäfte und immer wieder Ausblicke auf das tiefblaue Meer.

Riomaggiore war damit ein gelungener und ausgesprochen fotogener Abschluss unserer Entdeckungstour durch die Cinque Terre.

Mein Fazit zum Ausflug in die Cinque Terre

Nach einem langen und erlebnisreichen Tag erreichten wir die EXPLORA III gegen 19 Uhr. Und ich muss zugeben, dass ich mich nun doch sehr darauf freute, wieder an Bord zu sein.

Normalerweise bin ich nicht unbedingt der klassische Typ für geführte Landausflüge. Ich erkunde neue Orte gerne in meinem eigenen Tempo und entscheide spontan, wo ich länger bleiben oder welchen Weg ich einschlagen möchte.

Umso positiver überraschte mich die Gestaltung dieses Ausflugs. In jedem Ort gab es zunächst eine kurze und informative Walking-Tour. Anschließend hatte man jeweils die Wahl, ob man gemeinsam mit dem Guide noch mehr entdecken oder die verbleibende Zeit lieber auf eigene Faust verbringen wollte.

Für mich war das die perfekte Mischung aus hilfreichen Informationen und persönlicher Freiheit. Niemand musste der Gruppe auf Schritt und Tritt folgen, und trotzdem bekam man einen guten ersten Eindruck von den jeweiligen Orten.

Es war wunderschön, die Cinque Terre zum ersten Mal zu erleben. Die farbenfrohen Häuser, die kleinen Häfen und die spektakuläre Küstenlandschaft haben ihren berühmten Postkartenmotiven alle Ehre gemacht.

Ein zweites Mal würde ich diesen Ausflug in dieser Form vermutlich dennoch nicht unternehmen. Dafür waren mir persönlich die Transferzeiten und die zurückgelegten Entfernungen etwas zu lang. Man verbringt einen beträchtlichen Teil des Tages im Fahrzeug oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – auch wenn unsere musikalische Fahrt durchaus ihren eigenen Unterhaltungswert hatte.

Beim nächsten Besuch wäre ich daher wahrscheinlich eher der Typ für einen entspannten Spaziergang durch Portofino mit anschließendem Baden im Meer. Weniger Programm, mehr Dolce Vita.

Sushi und Macarena unter freiem Himmel

Den Abend ließen wir ganz entspannt ausklingen. Für das Dinner hatten wir eine Reservierung im Sakura und nahmen bei angenehm warmem Wetter im Außenbereich Platz.

Wir bestellten gleich drei große Runden Sushi. Besonders angetan hatten es mir die Uramaki Tempura Shrimp und die Uramaki Spicy Tuna. Beide waren so gut, dass aus „Wir probieren noch eine Runde“ erstaunlich schnell drei wurden.

Aber genau dafür sind Urlaubsabende schließlich da: gutes Essen, nette Gesellschaft und keinerlei Interesse daran, vernünftig zu zählen, wie viele Sushi-Rollen bereits im Magen gelandet sind.

Später führte uns der Weg – wie sollte es anders sein – wieder in die Sky Bar.

Bei einer angenehmen Brise legte der DJ auf, und aus einem entspannten Drink wurde irgendwann eine kleine Tanzfläche unter freiem Himmel. Spätestens als „Macarena“ gespielt wurde, gab es kein Halten mehr.

Wir tanzten bis spät in den Abend und bewiesen dabei eindrucksvoll, dass manche Choreografien offenbar niemals vollständig aus dem Gedächtnis verschwinden.

Den Videobeweis dazu gibt es übrigens in meinem Vlog auf YouTube:

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Weitere Informationen

Ein rundum gelungener Abschluss für einen langen, erlebnisreichen Tag zwischen Cinque Terre, Sushi und einer überraschend ausdauernden Runde Macarena.

Entspannung an Bord: Sonne, Sushi und ein Frozen Hugo

Natürlich blieb während der Reise auch Zeit, die EXPLORA III ohne festes Programm zu genießen.

Wie gewohnt begann mein Morgen im Emporium Marketplace. Nach einem ausgiebigen Frühstück zog es mich direkt an meinen Lieblingsplatz an Bord: den Astern Pool.

Für diesen Tag hatte ich mir fest vorgenommen, ein wenig an meiner Urlaubsbräune zu arbeiten. Wir machten es uns in der Sonne gemütlich und wurden von der aufmerksamen Crew regelmäßig mit gekühlten Getränken versorgt.

Mein persönliches Highlight war ein Frozen Hugo Spritz. Dafür wurde der Hugo gemeinsam mit den Eiswürfeln im Mixer zerkleinert und verwandelte sich in eine Art Slush-Eis für Erwachsene.

Erfrischend, lecker und bei warmem Wetter möglicherweise eine meiner wichtigsten Entdeckungen dieser Reise. Ein fantastischer Vorschlag des Barkeepers!

Am Nachmittag folgte die Fortsetzung unserer Sushi-Runden im Sakura. Man könnte meinen, wir hätten am Vorabend bereits genügend Sushi gegessen. Aber manche Traditionen sollte man pflegen, solange man die Gelegenheit dazu hat.

Für den Abend stand ein mediterraner Abend auf dem Programm. Also warfen wir uns alle in Schale und trafen uns – wie mittlerweile fast schon Tradition – in der Sky Bar.

Neben dem Blick auf die Kielwelle konnten wir von dort aus auch die Vorbereitungen für die Taufe am Atoll Pool beobachten. Es war spannend zu sehen, wie sich der sonst so entspannte Poolbereich nach und nach in eine festliche Veranstaltungsfläche verwandelte.

Bei einem Drink, warmer Abendluft und dem Blick auf das Meer ließ sich die Vorfreude auf die Taufe besonders schön genießen.

Dinner im Marble & Co. Grill

Anschließend hatten wir eine Reservierung im Marble & Co. Grill.

Bei der Auswahl meines Menüs verließ ich mich auf meine altbewährten Favoriten. Als Vorspeise bestellte ich rote und gelbe Bete mit Ziegenkäse.

Darauf folgte ein 20 Tage gereiftes Black-Angus-Filet, das genauso serviert wurde, wie ich es am liebsten mag: perfekt medium rare. Dazu gab es eine Ofenkartoffel mit Sour Cream und für mich selbstverständlich eine Extraportion Trüffel.

Zu meiner eigenen Überraschung war an diesem Abend sogar noch Platz für ein Dessert. Meine Wahl fiel auf den Yuzu Cheesecake, der mit seiner frischen, leicht säuerlichen Note einen perfekten Abschluss des Menüs bildete.

Da all diese Kalorien natürlich nicht einfach unkommentiert bleiben konnten, zog es uns danach zur Poolparty am überdachten Conservatory Pool.

Die Stimmung war von Anfang an großartig. Es gab Livemusik, und die Tänzerinnen und Tänzer an Bord animierten die Gäste, sich ihnen auf der Tanzfläche anzuschließen.

Während einige Paare vor dem Pool einen beeindruckenden Discofox aufs Parkett legten, entschieden sich andere für die unkonventionellere Variante und tanzten barfuß direkt im Wasser.

Die Atmosphäre war ausgelassen, herzlich und wunderbar ungezwungen. Elegante Abendkleidung und nasse Füße sind schließlich kein Widerspruch – zumindest nicht auf einer Poolparty auf See.

Barcelona vor der Taufe der EXPLORA III

Am 1. August 2026 wurde die EXPLORA III in Barcelona getauft. Taufpatin ist Cristina Ozores. Sie arbeitet als Meerespädagogin, Tauchtrainerin und National Geographic Educator und engagiert sich für den Schutz des Mittelmeers.

Bereits am frühen Morgen liefen die Vorbereitungen für die Taufe auf Hochtouren.

Beim Studieren des Tagesprogramms entdeckte ich, dass Explora Journeys einen kostenfreien Shuttle ins Hafenzentrum anbot. Da ich Barcelona gerne noch ein wenig auf eigene Faust erkunden wollte, entschied ich mich spontan für einen kleinen Stadtbummel.

Der Shuttle setzte uns ausgesprochen zentral am Kolumbusdenkmal ab, direkt am südlichen Ende der berühmten La Rambla. Von dort machte ich mich zu Fuß auf den Weg in Richtung Innenstadt.

Die La Rambla wird derzeit umfassend neugestaltet und glich deshalb stellenweise eher einer großen Baustelle als Barcelonas bekanntester Flaniermeile. Die Arbeiten sollen den Boulevard unter anderem fußgängerfreundlicher machen.

Nichtsdestotrotz bahnte ich mir problemlos meinen Weg zur bekannten Markthalle Mercat de la Boqueria. Der Markt liegt direkt an der La Rambla und blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Seine Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert, als Händler vor den damaligen Stadtmauern ihre Waren verkauften.

Im Inneren schlenderte ich an den farbenfrohen Ständen vorbei, bestaunte Berge von Obst, Gemüse, Gewürzen, Fisch und spanischen Spezialitäten – und belohnte mich schließlich mit frischem Obst und Ibérico-Schinken.

Frisch gestärkt machte ich auf dem Rückweg noch einen kleinen Umweg durch die verwinkelten Gassen der Altstadt.

Das Barri Gòtic, Barcelonas gotisches Viertel, ist mit seinen schmalen Wegen, versteckten Innenhöfen und historischen Fassaden wie dafür gemacht, sich ein wenig treiben zu lassen. Hinter nahezu jeder Ecke wartet entweder eine kleine Boutique, ein hübsches Café oder ein Platz, den man eigentlich gar nicht gesucht hat – der aber trotzdem unbedingt fotografiert werden muss.

Durch Zufall gelangte ich zu einem kleinen, charmanten Platz, auf dem Künstler ihre Bilder ausstellten und verkauften. Vermutlich handelte es sich um den Kunstmarkt Pintors del Pi auf der Plaça de Sant Josep Oriol neben der Basilika Santa Maria del Pi. Dort präsentieren lokale Künstler regelmäßig ihre Werke unter freiem Himmel.

Solche ungeplanten Entdeckungen mag ich auf Städtereisen besonders gern. Kein Reiseführer, kein festes Programm – einfach abbiegen und schauen, wo man landet.

Den Rückweg trat ich schließlich entlang der Hafenpromenade an. Zwischen Palmen, Yachten und dem Blick über den Port Vell ging es zurück zum Kolumbusdenkmal und von dort mit dem Shuttle wieder zur EXPLORA III.

Als ich am Schiff ankam, war deutlich zu spüren, dass an diesem Tag etwas Besonderes bevorstand. Der blaue Teppich war bereits ausgerollt, und auch das neue MSC-Terminal war festlich für die Taufe geschmückt.

Überall wurde dekoriert, kontrolliert und noch einmal nachgebessert. Die Vorfreude stieg.

In-Suite Dining: Bekomme ich auch eine Pizza?

Nach meinem Mittagessen im Shore Club verbrachte ich noch etwas Zeit am Pool. Als sich der Himmel immer weiter zuzog, nahm ich das als eindeutiges Zeichen, mich in meine Suite zurückzuziehen und ein wenig zu arbeiten.

Schließlich schneiden sich YouTube-Videos bedauerlicherweise noch immer nicht von allein.

Da mein Mittagessen eher klein ausgefallen war und das Abendessen erst zu später Stunde stattfinden sollte, meldete sich am Nachmittag erneut der Hunger.

Das In-Suite Dining von Explora Journeys ist rund um die Uhr verfügbar und bereits im Reiseerlebnis enthalten. Die erweiterte Speisekarte bietet Gerichte aus verschiedenen Restaurants an Bord.

Von einem Kollegen erfuhr ich, dass man freundlich auch nach Speisen fragen könne, die nicht ausdrücklich auf der Karte stehen. Also startete ich einen kleinen kulinarischen Test und erkundigte mich ganz lieb, ob vielleicht eine Pizza möglich wäre.

Und tatsächlich: Wenig später wurde mir eine heiße, frische Pizza aus dem Steinofen direkt in meine Suite gebracht.

Die Taufe der EXPLORA III

Gegen 18 Uhr begann der Abend für unsere Gruppe mit einem Champagnerempfang in der Explora Lounge.

Alle Gäste hatten sich festlich gekleidet, und die musikalische Begleitung sorgte vom ersten Moment an für eine elegante Atmosphäre.

Gegen 19 Uhr begann schließlich die Taufzeremonie, die wir über große Bildschirme verfolgten. Zu meiner Überraschung fand die Zeremonie auf Englisch statt. Bei der Taufe der EXPLORA II war noch ein großer Teil des Programms auf Italienisch gehalten worden.

Für Gäste, die der Zeremonie lieber in einer anderen Sprache folgen wollten, gab es außerdem die Möglichkeit, sich Untertitel direkt auf dem Smartphone anzeigen zu lassen – eine moderne und sehr praktische Lösung.

Während der Zeremonie sprachen unter anderem Pierfrancesco Vago von der MSC Group, Explora-Journeys-Präsidentin Anna Nash, der Präsident des Hafens von Barcelona José Alberto Carbonell und Taufpatin Cristina Ozores.

Der große Höhepunkt kam natürlich zum Schluss: Die Champagnerflasche zerschellte erfolgreich am Schiff.

Foto der Taufpatin, der Kapitänin und andere Personen auf der Taufe der EXPLORA III.
José Alberto Carbonell, Präsident des Hafens von Barcelona / Daniela Picco, Executive Director der MSC Foundation / Taufpatin Cristina Ozores / Kapitänin Serena Melani / Foto: Ivan Sarfatti

Für mich war es etwas ganz Besonderes, nicht nur vor der offiziellen Jungfernreise an Bord sein zu dürfen, sondern auch diesen wichtigen Moment mitzuerleben.

Gut zu wissen: die Werfttaufe in Genua

Die EXPLORA III wurde in Barcelona übrigens nicht zum ersten Mal getauft. Bereits bei der Übergabe des Schiffes am 23. Juli 2026 in der Fincantieri-Werft in Genua fand eine traditionelle Werfttaufe statt. Bei der Übergabe wurden zunächst die italienische Flagge und die Fahne der Werft eingeholt. Anschließend hisste man die maltesische Flagge (unter der das Schiff jetzt fährt) und die Fahne von Explora Journeys. Damit wechselte das Schiff auch symbolisch von der Werft zur Reederei. Kapitänin Serena Melani erhielt offiziell das Kommando, und ein Priester segnete die EXPLORA III und ihre Crew. Anschließend durchschnitt Werfttaufpatin Maya Aponte (Tochter von MSC-Group-Präsident Diego Aponte) das Band, an dem die traditionelle Champagnerflasche befestigt war. Eine solche zusätzliche Werfttaufe ist heute nicht mehr bei allen Reedereien üblich, bei der MSC Group gehört sie jedoch weiterhin zur Tradition.

Das Galamenü zur Taufe

Nach der Taufe begaben sich die Gäste in die Restaurants. An diesem besonderen Abend wurde an Bord ein festgelegtes Galamenü serviert.

Und dieses Menü war mindestens genauso festlich wie der Anlass selbst:

Vorspeise

Carpaccio vom frischen Blauflossen-Thunfisch – Ō-Toro
mit Sesam-Goma-Dressing, drei Jahre gereifter geräucherter Sojasauce, geröstetem Sobacha-Buchweizen und Calvisius-Oscietra-Kaviar

Erster Gang

Culatello-Gran-Riserva-Schinken und dreieckige Ravioli mit geräuchertem Ricotta
dazu Sauce aus gelben Datterino-Tomaten und Pesto

Hauptgang

Gebratenes Wagyu-Rind der Qualitätsstufe 5
mit gepresstem Sommergemüse, gefüllten Zucchiniblüten sowie einer Reduktion aus Amarone-Wein und schwarzem Trüffel

Dessert

„L’Oro del Piemonte“ – Das Gold des Piemont
Gianduja, Milchschokolade, piemontesische Haselnüsse und abgeflammte italienische Baiserhaube

Sister Sledge, Drohnenshow und Bob Sinclar

Im Anschluss versammelten sich alle Gäste am Atoll Pool, wo die Feier nun endgültig begann.

Für den Auftakt sorgten Sister Sledge feat. Kathy Sledge. Mit ihren bekannten Klassikern brachten sie sofort ausgelassene Stimmung an Bord. Spätestens bei „We Are Family“ sang vermutlich wirklich jeder mit – passender hätte man die besondere Atmosphäre kaum einfangen können.

Danach folgte eine beeindruckende Drohnenshow über dem Schiff. Die leuchtenden Formationen am Nachthimmel verliehen der Taufnacht noch einmal einen ganz besonderen, beinahe magischen Moment.

Anschließend übernahm DJ Bob Sinclar das musikalische Kommando. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der Bereich rund um den Atoll Pool in eine große Tanzfläche.

Die Gäste feierten und tanzten bis spät in die Nacht. Festliche Abendgarderobe, gute Musik, Champagner und eine Sommernacht unter freiem Himmel – mehr braucht es eigentlich nicht für eine gelungene Taufparty.

Es war ein würdiger Abschluss für einen ganz besonderen Tag und einer dieser Abende, die man noch lange in Erinnerung behält.

Mein Fazit zur EXPLORA III

Die EXPLORA III erfindet das Konzept von Explora Journeys nicht neu. Das muss sie meiner Meinung nach auch nicht. Die EXPLORA I und EXPLORA II funktionieren sehr gut, und genau dieses vertraute Gefühl findet man auch auf dem dritten Schiff wieder.

Besonders gelungen finde ich den Shore Club on 11, den neuen Helios Pool, den zusätzlichen Schatten auf den Außendecks und den neuen Platz für den Billardtisch. Auch die Zusammenlegung von Spa und Fitness ergibt für mich Sinn.

Das große Regal in der Lobby und die Bar im Med Yacht Club werde ich dagegen vermissen. Bei einigen neuen Sitzplätzen in der Lobby bin ich ebenfalls noch nicht vollständig überzeugt – auch wenn der Bereich vor Ort deutlich gemütlicher auf mich wirkte als zunächst auf den Bildern.

Die EXPLORA III ist also nicht einfach nur größer und neuer. Explora Journeys hat viele Bereiche behutsam überarbeitet und dabei überwiegend gute Lösungen gefunden – auch wenn nicht jede davon meinem persönlichen Geschmack entspricht.

Am 3. August 2026 startete die EXPLORA III zu ihrer offiziellen Jungfernreise von Barcelona nach Lissabon. Anschließend führen ihre Reisen nach Nordeuropa, Island und Grönland sowie nach Kanada, Neuengland und in die Karibik. Im Sommer 2027 wird sie erstmals in Alaska eingesetzt.

Möchten Sie die EXPLORA III selbst kennenlernen? Wir beraten Sie gerne persönlich zu den Reisen, Suiten und aktuellen Angeboten von Explora Journeys.

Über die Autorin

Jennifer Falkenau gehört zum Team von UC Unlimited Cruises und hat bereits mehrere Reisen mit Explora Journeys unternommen. Sie begleitete unter anderem die erste UC-Gruppenreise an Bord der EXPLORA I und berichtet aus eigener Erfahrung über die Schiffe, Restaurants und das Leben an Bord.


Häufige Fragen zur EXPLORA III

Was ist neu auf der EXPLORA III?

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die umgestaltete Lobby, der Shore Club on 11, der überarbeitete Conservatory Pool und Helios Pool, eine zweite Owner’s Residence sowie der gemeinsame Spa- und Fitnessbereich auf Deck 5.

Wie unterscheidet sich die EXPLORA III von der EXPLORA I und II?

Die EXPLORA III ist mit 267,20 Metern gut 19 Meter länger als die EXPLORA I und EXPLORA II. Die Zahl der Suiten bleibt mit 461 jedoch gleich. Der zusätzliche Platz wird unter anderem für mehr große Suiten und erweiterte öffentliche Bereiche genutzt.

Wann wurde die EXPLORA III getauft?

Die EXPLORA III wurde am 1. August 2026 in Barcelona getauft. Ihre offizielle Jungfernreise von Barcelona nach Lissabon startete am 3. August 2026.

Warum wurde die EXPLORA III zweimal getauft?

Vor der offiziellen Taufe am 1. August 2026 in Barcelona fand bereits bei der Übergabe des Schiffes in der Fincantieri-Werft in Genua eine traditionelle Werfttaufe statt. Eine solche zusätzliche Zeremonie ist heute nicht mehr bei allen Reedereien üblich, bei der MSC Group gehört sie jedoch weiterhin zur Tradition.

Wer ist die Taufpatin der EXPLORA III?

Taufpatin der EXPLORA III ist Cristina Ozores. Sie arbeitet als Meerespädagogin, Tauchtrainerin und National Geographic Educator und engagiert sich für den Schutz des Mittelmeers.

Wird die EXPLORA III mit LNG betrieben?

Ja. Die EXPLORA III ist das erste LNG-betriebene Schiff von Explora Journeys. Sie kann außerdem in entsprechend ausgestatteten Häfen Landstrom nutzen.

Wie viele Suiten hat die EXPLORA III?

Die EXPLORA III verfügt über 461 Suiten mit Meerblick und privater Terrasse. Trotz des längeren Schiffsrumpfs wurde die Zahl der Suiten gegenüber der EXPLORA I und EXPLORA II nicht erhöht.

Welche neuen Restaurants gibt es auf der EXPLORA III?

Neu sind der Shore Club on 11 mit legeren mediterranen Gerichten am Pool, der individuell ausgerichtete Chef’s Table sowie The Cellar für besondere Weinproben und kulinarische Begleitungen.

Was bietet die EXPLORA III für Familien?

Auf der EXPLORA III gibt es zwei getrennte Bereiche für jüngere Gäste. Der Nautilus Club Juniors richtet sich an Kinder von drei bis elf Jahren, der Nautilus Club Teens an Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren. Im Juniors-Bereich wird außerdem eine Babybetreuung von bis zu zehn Stunden täglich angeboten.

Was ist der Sava Sound Pod auf der EXPLORA III?

Der Sava Sound Pod ist eine kokonartig geformte Klangliege im Spa. Während der 45-minütigen Anwendung „Deep Blue Reset“ werden tiefe Schallfrequenzen als sanfte Vibrationen auf den Körper übertragen und mit räumlich abgestimmter Musik verbunden.

Hat die EXPLORA III Einzelkabinen?

Nein, eigene Einzelkabinen gibt es auf der EXPLORA III nicht. Alle Unterkünfte sind Suiten mit Meerblick und privater Terrasse. Je nach Reise werden jedoch Angebote mit reduziertem oder ohne Einzelzuschlag angeboten.