Mein Schiff Flow im Test – Die Einführungsfahrt

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Von Sina Reich | Redaktionelle Bearbeitung: Christiane Schivelbein

Mein zweites Schiff der neuen InTUItion-Klasse

Als ich letztes Jahr im Frühjahr die Gelegenheit hatte, die Mein Schiff Relax kennenzulernen, war ich gespannt auf das neue Schiffskonzept von TUI Cruises. Viele Bereiche haben mich damals begeister: jetzt war ich neugierig, wie sich das Schwesterschiff präsentieren würde.

Nur wenig mehr als ein Jahr später durfte ich die Mein Schiff Flow erleben – und zwar noch vor ihrer offiziellen Taufe. Während einer viertägigen Einführungsfahrt ab Triest hatte ich die Möglichkeit, Restaurants, Bars, Kabinen, Spa, Außenbereiche und das Bordleben kennenzulernen.

Wer unseren Reisebericht über die Mein Schiff Relax bereits gelesen hat, wird vieles wiedererkennen. Dennoch hat die Flow ihren ganz eigenen Charakter. In diesem Erfahrungsbericht nehme ich Sie mit an Bord und zeige Ihnen, welche Bereiche mich besonders überzeugt haben, welche kleinen Unterschiede mir aufgefallen sind und für wen sich eine Reise auf dem neuesten Wohlfühlschiff von TUI Cruises besonders lohnt.

Tipp: Falls Sie unseren ersten Reisebericht noch nicht kennen, finden Sie ihn hier: Auf Kreuzfahrt mit Mein Schiff Relax.


Meine Reise auf einen Blick

Schiff: Mein Schiff Flow

Reederei: TUI Cruises

Route: Triest – Seetag – Triest

Reisezeit: 4 Tage vom 15.–18. Juni 2026

Meine Kabine: Balkonkabine 7071 Kategorie E auf Deck 7

Reiseanlass Vorpremierenfahrt


Gut zu wissen Mein Schiff Flow

Baujahr: 2026

Tonnage: 160.000 BRZ

Länge: 333 Meter

Breite: 42 Meter

Decks: 17

Passagiere: bis zu 3.984

Bordsprache: Deutsch

Erster Eindruck: Modern, großzügig und überraschend entspannt

Schon beim ersten Anblick im Hafen von Triest macht die Mein Schiff Flow Eindruck. Obwohl sie zu den größeren Kreuzfahrtschiffen gehört, wirkt sie durch ihre offene Architektur und die vielen Außenbereiche erstaunlich leicht und einladend.

Da ich bereits die Mein Schiff Relax kannte, fühlte ich mich sofort orientiert. Viele Bereiche sind nahezu identisch gestaltet. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, einfach auf demselben Schiff zu sein. Die Flow besitzt ihre eigene Atmosphäre und entwickelt schnell ihren ganz persönlichen Charme.

Besonders gespannt war ich darauf, das Schiff noch vor der offiziellen Taufe zu erleben. Während einer Einführungsfahrt bekommt man nicht nur einen ersten Eindruck vom Bordleben, sondern erlebt auch hautnah, wie die letzten Vorbereitungen für den regulären Gästebetrieb ablaufen.


Meine Balkonkabine – viel Licht, durchdachte Details und eine angenehme Atmosphäre

Während der Reise wohnte ich in der Balkonkabine 7071 der Kategorie E auf Deck 7 auf der Backbordseite. Wohnfläche: ca. 17 m² / Balkon: 5 bis 7 m²

Schon beim Betreten fiel mir auf, wie hell und hochwertig die Kabine wirkt. Das moderne Design, warme Farben und zahlreiche praktische Ablagemöglichkeiten sorgen dafür, dass man sich sofort wohlfühlt. Obwohl sich unter meinem Balkon die Rettungsboote auf Deck 6 befinden, wird die Aussicht kaum eingeschränkt.

Besonders gut gefallen hat mir das Badezimmer. Neben der modernen Ausstattung verfügt es über einen beleuchteten Schminkspiegel, der direkt in den großen Wandspiegel integriert ist – ein kleines Detail, das im Alltag an Bord erstaunlich praktisch ist.

Ein weiteres Plus ist die Nespresso-Kapsel-Maschine, die jede Kabine bietet (2 Kapseln pro Tag sind im Reisepreis inkludiert, weitere Kapseln kosten pro Stück 1 Euro). Gerade morgens genieße ich es, den ersten Kaffee in Ruhe auf dem eigenen Balkon zu trinken und so ganz entspannt in den Tag zu starten. Solche Momente gehören für mich zu den schönsten einer Kreuzfahrt.

Und für viele ein Highlight: Die Klimaanlage lässt sich komplett ausstellen.

Mein Fazit zur Kabine: Sie bietet alles, was ich mir für eine entspannte Reise wünsche: ausreichend Platz, viele Staumöglichkeiten, hochwertige Materialien und eine angenehme Wohlfühlatmosphäre.


Anreise nach Triest – entspannter Start in die Reise

Für diese Reise hatte ich Flug und Transfer direkt über TUI Cruises gebucht.

Nach der Landung verlief der Transfer zum Hafen ausgesprochen unkompliziert. Die Busse standen bereits bereit und machten sich ohne lange Wartezeiten auf den Weg zur Mein Schiff Flow. Rund 45 Minuten später erreichten wir das Terminal in Triest.

Auch die Einschiffung verlief angenehm zügig. Nach der Sicherheitseinweisung konnte ich direkt zu meiner Kabine gehen.

Ganz ohne kleine Startschwierigkeiten verlief der erste Tag allerdings nicht. Entgegen der Vorabinformation lag meine Bordkarte nicht vor der Kabinentür bereit und musste zunächst an der Rezeption neu ausgestellt werden. Außerdem fehlte der Föhn im Badezimmer. Beides wurde jedoch innerhalb kurzer Zeit erledigt. Gerade auf einer Vorpremierenfahrt, wenige Tage vor der offiziellen Taufe, gehören solche Kleinigkeiten aus meiner Sicht dazu und änderten nichts an meiner Vorfreude auf die kommenden Tage.

Der erste Abend – Griechische Küche und italienisches Sommerfeeling

Da ich erst am frühen Abend an Bord angekommen war, blieb für eine ausführliche Erkundung des Schiffes zunächst wenig Zeit.

Mein erster Weg führte deshalb direkt ins Taverna Dionysos. Schon beim Betreten gefiel mir die entspannte mediterrane Atmosphäre. Als Vorspeise entschied ich mich für verschiedene griechische Spezialitäten, anschließend wurde eine hervorragend zubereitete Dorade serviert. Nach dem Reisetag hätte ich mir kaum einen besseren Auftakt wünschen können.

Anschließend zog es mich noch auf Deck 16, wo bereits die „Summer Party – Una Notte Italiana“ stattfand. Bei angenehmen Temperaturen sorgten die Estereo Brothers mit italienischer Live-Musik für Urlaubsstimmung. Viele Gäste standen mit einem Cocktail in der Hand auf dem Außendeck, während langsam die Sonne unterging. Es war genau die entspannte Atmosphäre, die ich an einer Kreuzfahrt so schätze.

Nach diesem gelungenen ersten Abend freute ich mich auf meinen ersten vollständigen Seetag – und darauf, die Mein Schiff Flow endlich in aller Ruhe zu entdecken.


Ein Seetag, um Mein Schiff Flow kennenzulernen

Für mich gehören Seetage zu den schönsten Momenten einer Kreuzfahrt. Es gibt keinen Zeitdruck, keine festen Pläne und genügend Gelegenheit, ein Schiff wirklich kennenzulernen.

Genau dafür bot sich mein erster voller Tag an Bord der Mein Schiff Flow perfekt an.

Sonnenaufgang auf See – einer dieser besonderen Kreuzfahrtmomente

Noch bevor das Schiff richtig erwachte, stand ich auf meinem Balkon und beobachtete den Sonnenaufgang.

Das Meer war spiegelglatt, am Horizont färbte sich der Himmel langsam orange und das Schiff glitt nahezu lautlos durch das Wasser. Genau diese ruhigen Momente sind es, die mich auf jeder Kreuzfahrt aufs Neue begeistern. Sie entschleunigen, lassen den Alltag vergessen und machen deutlich, warum Reisen auf dem Meer etwas ganz Besonderes sind.

Frühstück mit Meerblick

Mein erster Weg führte mich in den Harbor Market, das große Buffetrestaurant der Mein Schiff Flow.

Die Auswahl ließ schon am frühen Morgen kaum Wünsche offen: frisches Obst, verschiedene Brotsorten, warme Speisen, Eierspezialitäten und süße Frühstücksvariationen. Besonders schön ist dabei der Blick nach draußen. Während man frühstückt, zieht das Meer langsam an den großen Fensterfronten vorbei – schöner kann ein Tag kaum beginnen.

Anschließend gönnte ich mir noch einen Cappuccino in der Barista Bar. Die Kaffeespezialitäten gehören zwar nicht zu den Inklusivleistungen, doch für einen wirklich guten Cappuccino mit Hafermilch mache ich gerne eine Ausnahme. Für mich hat sich der kleine Aufpreis definitiv gelohnt.

Ein Ort zum Entschleunigen: die Lese-Lounge

Da ich mich ohnehin auf Deck 3 befand, schaute ich anschließend in der Lese-Lounge vorbei.

Dieser Bereich hat mich sofort begeistert. Große Panoramafenster, bequeme Sitzmöglichkeiten und eine angenehm ruhige Atmosphäre machen ihn zu einem idealen Rückzugsort. Wer zwischendurch einfach nur lesen, arbeiten oder das Meer beobachten möchte, findet hier einen der schönsten Plätze an Bord.

Ein Blick hinter die Kulissen – die Suiten der Mein Schiff Flow

Ein besonderes Highlight meines Tages war die Besichtigung verschiedener Kabinen- und Suitenkategorien.

Neben der Junior Suite durfte ich auch die Große Freiheit Suite sowie die Weitblick- und Fernweh-Suiten kennenlernen.

Beeindruckt haben mich vor allem die großzügigen Terrassen. Hier verschwimmen Innen- und Außenbereich nahezu miteinander. Wer sich für eine Suite entscheidet, erhält nicht nur mehr Platz, sondern ein völlig anderes Wohnerlebnis.

Besonders spannend war für mich außerdem der exklusive Suitenbereich.

X-View und X-Sundeck – mein persönliches Highlight

Wenn ich einen Lieblingsbereich unter den exklusiven Einrichtungen für Suiten-Gäste auswählen müsste, wären es eindeutig das X-View und das X-Sundeck. Hier geht es deutlich ruhiger zu als auf den öffentlichen Decks. Bequeme Liegen, viel Platz und ein unverstellter Blick aufs Meer schaffen eine Atmosphäre, in der man die Zeit völlig vergessen kann.

Auch die beiden exklusiven Restaurants für Suiten-Gäste haben mich überzeugt. Das stilvolle Ambiente und die private Atmosphäre machen diesen Bereich zu einem echten Mehrwert für alle, die sich während ihrer Kreuzfahrt etwas Besonderes gönnen möchten. Das X-View-Restaurant ist gegen Aufpreis übrigens auch für Nicht-Suiten-Gäste buchbar.

Tipp: Wissen Sie, wo genau die Unterschiede zwischen den Suiten-Bereichen auf Premium-Schiffen und Luxus-Schiffen liegt? Unser Blog-Artikel Ein Vergleich zwischen Mein Schiff Relax und Silver Ray klärt auf.

Lieblingsplätze unter freiem Himmel

Nach einem kleinen Mittagssnack im Harbor Market zog es mich natürlich wieder nach draußen.

Das Wetter hätte kaum besser sein können: strahlender Sonnenschein, tiefblauer Himmel und nahezu spiegelglattes Meer. Jetzt war der perfekte Zeitpunkt gekommen, die Außendecks der Mein Schiff Flow in Ruhe zu entdecken. Das Schiff ist wirklich großzügig gestaltet. Trotz der vielen Gäste verteilten sich die Menschen hervorragend, sodass ich nie das Gefühl hatte, dass es voll oder hektisch wurde.

Jeder Bereich besitzt seinen eigenen Charakter – und genau das macht die Flow für mich so angenehm.

Erdbeer Spritz am Infinity Pool

Mein erster Stopp war die Agora Bar.

Mit einem Erdbeer Spritz in der Hand suchte ich mir einen Platz am Infinity Pool und beobachtete eine Zeit lang einfach das Leben an Bord. Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Blick über das Heck des Schiffes und das offene Meer. Besonders am Nachmittag herrscht hier eine entspannte Urlaubsatmosphäre.

Großzügige Poollandschaft statt Gedränge

Anschließend erkundete ich den zentralen Poolbereich.

Besonders positiv fiel mir auf, wie großzügig die gesamte Anlage gestaltet wurde. Anders als auf manchen Kreuzfahrtschiffen entstehen hier kaum Engpässe. Rund um die Pools wechseln sich Sonnenliegen, Lounge-Möbel, Bars und kleinere Sitzbereiche ab. Dadurch findet jeder schnell seinen persönlichen Lieblingsplatz – egal ob in der Sonne oder lieber im Schatten.

Apropos Schatten. Einer der größten Kritikpunkte am Schwesterschiff Mein Schiff Relax waren die fehlenden Schattenplätze an Deck. Auf der Flow gibt es mehr Schatten durch zusätzliche Sonnenschirme, eine geänderte Anordnung der Möbel und große Sonnensegel im Bereich des Mistral Decks.

Das Mistral-Deck – einer meiner Lieblingsorte

Wenn ich mich für einen Lieblingsplatz auf der Mein Schiff Flow entscheiden müsste, würde das Mistral-Deck ganz weit vorne liegen.

Hier oben geht es deutlich ruhiger zu als rund um die Hauptpools. Mit einem Mango Tango machte ich es mir auf einer der großen Lounge-Liegen bequem, ließ den Blick über das Meer schweifen und genoss einfach die Ruhe.

Auch die Fasssauna mit Meerblick, die man schon auf vielen Bildern gesehen hat, befindet sich hier. (Die Fasssauna kostet einen Aufpreis von 15 Euro, für zwei Stunden 25 Euro.)

Restaurants, Bars und stilvolle Treffpunkte

Natürlich wollte ich auch einen Blick in die verschiedenen Spezialitätenrestaurants werfen.

Besonders neugierig war ich auf das Chalet und das Høfde. Beide Restaurants unterscheiden sich deutlich voneinander und zeigen, wie vielfältig das gastronomische Angebot an Bord inzwischen geworden ist. Auch wenn ich an diesem Tag nicht überall essen konnte, machte das Lust auf eine längere Reise.

Ein weiterer Hingucker ist die Captain’s Bar.

Schon beim Betreten fällt die elegante Gestaltung ins Auge. Hochwertige Materialien, stimmungsvolle Beleuchtung und der Ausblick aufs Meer machen sie für mich zu einem der schönsten Treffpunkte an Bord. Die raffinierten und toll präsentierten Cocktails in der Bar, entwickelt von Linh Nguyen, 2022 als die beste Barkeeperin der Welt gekürt, sind lecker und machen viel Spaß. Alle Getränke in der Bar kosten einen Aufpreis. Mit 11,90 Euro pro alkoholischem Cocktail allerdings einen, der sich meiner Auffassung nach im Rahmen hält. Wenn Sie sich einmal einen „Cocktail-Tag“ dort gönnen möchten, empfehle ich das Captain’s Bar Paket. Für 69 Euro pro Person (nur Kabinenweise buchbar) sind einen Tag lang alle Getränke in der Bar (außer Champagner) inkludiert.

Italienischer Abend in der Osteria

Zum Abendessen entschied ich mich für die Osteria.

Als Vorspeise gab es Tomate mit Mozzarella, anschließend eine frisch zubereitete Pizza – begleitet von einem Glas Weißwein, der mich während der gesamten Reise immer wieder positiv überrascht hat. Es sind oft genau diese unkomplizierten Abende, die eine Kreuzfahrt so angenehm machen: gutes Essen, entspannte Atmosphäre und keine Hektik.

Ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch

Zum Abschluss des Tages zog es mich noch einmal nach draußen.

Langsam verschwand die Sonne hinter dem Horizont und tauchte das Meer in warme Gold- und Orangetöne.

Für mich gehören Sonnenuntergänge auf See zu den schönsten Momenten jeder Reise – und dieser bildete keine Ausnahme.

Währenddessen liefen rund um die Agora Bar bereits die Vorbereitungen für die White Party.

Vorher erwartete die Gäste jedoch noch ein beeindruckendes Frucht- und Dessertbuffet mit kunstvoll angerichteten Früchten, süßen Spezialitäten und einem großen Schokoladenbrunnen. Allein der Anblick war bereits ein Erlebnis.

Kurz darauf übernahm der DJ das Kommando und verwandelte den Bereich rund um den Infinity Pool in eine stimmungsvolle Open-Air-Party.

Mit guter Musik, sommerlichen Temperaturen und bester Stimmung ging für mich ein rundum gelungener erster Seetag zu Ende.


Triest – Ein entspannter letzter Tag an Bord

Obwohl Mein Schiff Flow am Morgen bereits wieder in Triest festgemacht hatte, begann mein Tag ganz in Ruhe.

Noch bevor viele Gäste unterwegs waren, zog es mich auf das Mistral-Deck. Die Morgensonne spiegelte sich auf dem Wasser, das Schiff lag ruhig im Hafen und für einen Moment fühlte es sich fast so an, als würde die Zeit stillstehen.

Mit einigen Yoga- und Stretching-Übungen startete ich in den Tag. Genau diese kleinen Auszeiten gehören für mich zu einer Kreuzfahrt einfach dazu. Frische Seeluft, der Blick aufs Wasser und ein paar Minuten nur für sich selbst – besser kann ein Morgen kaum beginnen.

Fitness mit Meerblick

Anschließend schaute ich noch im Fitnessbereich vorbei.

Das Gym wirkt modern, großzügig und hochwertig ausgestattet. Ich absolvierte eine kleine Trainingseinheit auf dem Laufband und Crosstrainer, bevor ich mich auf das Frühstück freute.

Gerade auf einer Kreuzfahrt genieße ich diese Kombination aus gutem Essen und Bewegung besonders. So lassen sich die kulinarischen Versuchungen an Bord ohne schlechtes Gewissen genießen.

Frühstück im Atlantik Restaurant

Zum Frühstück entschied ich mich diesmal bewusst für das Atlantik Restaurant.

Während im Harbor Market das lebhafte Buffetgeschehen im Mittelpunkt steht, geht es hier deutlich ruhiger zu. Besonders gut gefällt mir das Konzept: Ein kleines Buffet wird mit frisch zubereiteten À-la-carte-Gerichten kombiniert, die direkt am Tisch serviert werden. Dadurch wirkt das Frühstück entspannter und etwas exklusiver.

Für mich war das Atlantik Restaurant während der gesamten Reise der schönste Ort für einen gelungenen Start in den Tag.

Noch mehr Lieblingsplätze entdecken

Nach dem Frühstück nutzte ich den Vormittag, um weitere Bereiche der Mein Schiff Flow kennenzulernen.

Besonders gefallen hat mir die Bar 17 auf, Überraschung, Deck 17.

Die ruhige Atmosphäre und der fantastische Ausblick machen sie zu einem wunderbaren Ort für eine kleine Pause. Mit einem Orange Kiss Cocktail ließ ich den Blick über das Meer schweifen und genoss die entspannte Stimmung.

Mediterranes Mittagessen unter freiem Himmel

Zum Mittagessen zog es mich noch einmal in die Taverna Dionysos.

Dieses Mal konnte ich auf der Terrasse sitzen – bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.

Gebackener Fetakäse, ein frischer Bauernsalat, verschiedene griechische Vorspeisen und dazu ein Glas Weißwein. Manchmal braucht es gar nicht mehr, um einen perfekten Urlaubsmoment zu erleben. Gerade das Zusammenspiel aus gutem Essen, Meeresluft und entspannter Atmosphäre macht für mich den besonderen Reiz einer Kreuzfahrt aus.

Wellness mit kleinen Überraschungen

Natürlich durfte auch ein Besuch im Spa-Bereich nicht fehlen.

Bei Außentemperaturen von fast 30 Grad verzichtete ich allerdings auf einen längeren Saunagang und konzentrierte mich stattdessen auf die ruhigeren Bereiche des Spas. Besonders angenehm fand ich die gemütlichen Loungemöbel im Außenbereich sowie die Regenduschen, die an diesem heißen Tag für eine willkommene Erfrischung sorgten.

Ein echtes Highlight entdeckte ich anschließend eher zufällig.

Im Wellnessbereich steht ein moderner Massagesessel, der innerhalb von etwa 20 Minuten den gesamten Körper massiert – von den Füßen über Rücken und Schultern bis zu den Armen.

Begleitet wird die Anwendung von entspannender Musik über Kopfhörer.

Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, wie angenehm diese Kombination ist. Wer sich zwischendurch etwas Wellness gönnen möchte, ohne gleich eine klassische Massage zu buchen, sollte dieses Angebot unbedingt ausprobieren.

Der Poolbereich überzeugt auch im Alltag

Den Nachmittag verbrachte ich noch einmal am Hauptpool.

Besonders gut gefällt mir seine Größe. Anders als auf vielen anderen Kreuzfahrtschiffen kann man hier tatsächlich einige Bahnen schwimmen.

Auch die Gestaltung rund um das Becken ist gelungen. Flache Wasserbereiche mit integrierten Sitzmöglichkeiten laden dazu ein, die Füße ins Wasser zu halten oder sich kurz abzukühlen.

Dazu kommen zahlreiche Liegen, Loungemöbel und überdachte Bereiche, sodass sowohl Sonnenanbeter als auch Schattenliebhaber problemlos ihren Lieblingsplatz finden.

Ein Blick hinter die Kulissen einer Schiffspremiere

Während meines Aufenthalts wurde immer wieder deutlich, dass ich mich auf einer Einführungsfahrt befand.

Nur wenige Tage später sollte die Mein Schiff Flow offiziell getauft werden. (Die Taufe fand am 20. Juni 2026 in Triest statt. Erstmals in gab es nicht nur eine, sondern gleich drei Taufpatinnen. Mit Julia, Annabelle und Karin wurde drei Mein Schiff-Fans die Ehre zuteil. Die gesamte Zeremonie können Sie sich auf youtube anschauen.)

An einigen Stellen waren Techniker beschäftigt, Bühnen wurden aufgebaut und vereinzelt fanden noch kleinere Arbeiten statt. Auch im Service merkte man, dass sich einige Mitarbeitende noch in der Einarbeitung befanden. Gerade deshalb fand ich diese Reise besonders spannend. Es war interessant zu beobachten, wie viele Menschen im Hintergrund dafür sorgen, dass ein neues Kreuzfahrtschiff pünktlich in den regulären Betrieb starten kann.

Trotz dieser letzten Vorbereitungen verlief der Bordbetrieb bereits erstaunlich professionell und reibungslos.

Ein ungewöhnlicher Genuss an der Eisbar

Bei inzwischen rund 30 Grad suchte ich mir später ein schattiges Plätzchen an der Eisbar. Dort genoss ich einen Prosecco-Becher mit frischen Früchten und Zitroneneis. Eine ungewöhnliche Kombination und genau das Richtige für einen heißen Sommertag.

Ein stilvoller Abend im Atlantik Restaurant

Zum Abendessen kehrte ich noch einmal ins Atlantik Restaurant zurück. Es gab gefüllte Hummerravioli als Vorspeise, anschließend Lachsfilet mit Gemüse – beide Gerichte waren hervorragend zubereitet. Für mich zählt das Atlantik Restaurant zu den kulinarischen Höhepunkten der Mein Schiff Flow. Nicht nur wegen des Essens, sondern vor allem wegen der angenehm entspannten Atmosphäre.

„La Cage“ – Unterhaltung einmal anders

Den Abschluss meiner Reise bildete die kostenpflichtige Show „La Cage“. Schon das kleine Theater sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Während der Vorstellung werden Getränke direkt am Platz serviert, wodurch der Abend fast den Charakter eines Varietés bekommt.

Charmant moderiert von einem humorvollen Travestie-Künstler erwarteten mich Burlesque, Musik, Tanz und aufwendige Kostüme. Die Mischung aus Glamour, Unterhaltung und Live-Performance hat mich positiv überrascht. Ich hatte die günstigste Ticketkategorie für 29 Euro gebucht und war erstaunt, wie gut die Sicht trotzdem war. Aus meiner Sicht lohnt sich die Show für alle, die einmal etwas anderes erleben möchten als die klassischen Theaterproduktionen an Bord.


Mein Schiff Flow ist weit mehr als nur eine Schwester der Relax

Vor meiner Reise habe ich mich gefragt, wie groß die Unterschiede zwischen der Mein Schiff Relax und der neuen Mein Schiff Flow überhaupt sein würden.

Nach vier Tagen an Bord lautet meine Antwort: kleiner als erwartet – und trotzdem deutlich spürbar.

Die Grundidee der InTUItion-Klasse bleibt natürlich erhalten. Wer bereits auf der Relax gereist ist, wird sich sofort zurechtfinden. Restaurants, Bars, öffentliche Bereiche und das gesamte Raumgefühl wirken vertraut. Und genau das ist aus meiner Sicht eine Stärke.

Gleichzeitig entwickelt die Flow ihren ganz eigenen Charakter.

Vielleicht lag es an der besonderen Stimmung einer Einführungsfahrt kurz vor der Taufe. Vielleicht auch an den vielen Gesprächen mit Crewmitgliedern und den spannenden Einblicken hinter die Kulissen.

Fest steht für mich:

Die Mein Schiff Flow fühlt sich nicht wie eine Kopie an. Sie ist ein eigenständiges Schiff mit derselben modernen Handschrift, aber einer ganz eigenen Atmosphäre. Wer die Mein Schiff Relax mochte, wird sich auch auf der Flow sofort wohlfühlen.

Und wer eines der beiden Schiffe noch nicht kennt, kann sich auf eine der modernsten und großzügigsten Kreuzfahrterfahrungen freuen, die TUI Cruises derzeit bietet.

Für wen eignet sich die Mein Schiff Flow?

Nach vier Tagen an Bord habe ich ein gutes Gefühl dafür bekommen, welche Gäste sich auf Mein Schiff Flow besonders wohlfühlen.

Besonders empfehlenswert ist das Schiff für:

  • Paare, die Wert auf moderne Ausstattung und viel Platz legen
  • Genießer, die zwischen zahlreichen Restaurants und Bars wählen möchten
  • Wellnessfans, die großzügige Spa- und Ruhebereiche schätzen
  • Sonnenanbeter, die viel Zeit auf den Außendecks verbringen möchten
  • Mein-Schiff-Fans, die das neueste Schiff der Flotte kennenlernen möchten
  • Kreuzfahrtneulinge, die ein modernes Premiumschiff mit vielen Inklusivleistungen suchen

Weniger geeignet ist die Mein Schiff Flow aus meiner Sicht für Reisende, die ein möglichst kleines oder besonders individuelles Schiff bevorzugen. Mit fast 4.000 Gästen gehört sie zu den größten Schiffen der Flotte. Dank der offenen Architektur und der großzügigen Decks fühlt sich das Bordleben jedoch deutlich entspannter an, als die Größe zunächst vermuten lässt.

Mein persönliches Fazit

Die Einführungsfahrt auf der Mein Schiff Flow war für mich etwas Besonderes.

Zum einen, weil ich das Schiff noch vor seiner offiziellen Taufe erleben durfte. Zum anderen, weil ich bereits mit der Mein Schiff Relax unterwegs war und dadurch viele Bereiche direkt vergleichen konnte.

Mein Schiff Flow überzeugt mich vor allem durch ihre großzügigen Außenbereiche, die moderne Gestaltung und die angenehme Atmosphäre an Bord. Trotz ihrer Größe habe ich fast immer einen ruhigen Platz gefunden – sei es auf dem Mistral-Deck, am Infinity Pool oder in der Lese-Lounge.

Auch kulinarisch bietet das Schiff eine beeindruckende Vielfalt. Besonders gut gefallen haben mir das Atlantik Restaurant, die Taverna Dionysos und die Osteria. Gleichzeitig laden zahlreiche Bars dazu ein, den Tag entspannt mit Blick aufs Meer ausklingen zu lassen.

Natürlich merkt man auf einer Einführungsfahrt an einigen Stellen noch, dass letzte Vorbereitungen laufen und sich einzelne Abläufe erst einspielen müssen. Gerade diese Einblicke hinter die Kulissen fand ich jedoch spannend. Sie haben mir gezeigt, mit wie viel Engagement Crew und Technikteam daran gearbeitet haben, die Mein Schiff Flow für ihre ersten regulären Gäste vorzubereiten.

Mein Schiff Flow oder Mein Schiff Relax?

Da ich beide Schiffe kennenlernen durfte, werde ich häufig gefragt, welches mir besser gefällt.

Die ehrliche Antwort lautet: Beide.

Die Gemeinsamkeiten überwiegen deutlich. Wer die Mein Schiff Relax kennt, wird sich auf der Flow sofort zurechtfinden. Restaurants, öffentliche Bereiche und das moderne Design folgen derselben Handschrift.

Dennoch fühlt sich die Mein Schiff Flow nicht wie eine Kopie an. Jedes Schiff entwickelt seine eigene Atmosphäre – geprägt von Crew, Gästen und den kleinen Details, die man erst während einer Reise entdeckt.

Deshalb würde ich meine Entscheidung nicht vom Schiff abhängig machen, sondern vielmehr von der Route und dem Reisetermin. Beide Schiffe gehören für mich aktuell zu den modernsten und gelungensten Schiffen der TUI-Cruises-Flotte.


Häufige Fragen zur Mein Schiff Flow (FAQ)

Ist die Mein Schiff Flow baugleich mit der Mein Schiff Relax?

Die Mein Schiff Flow und die Mein Schiff Relax gehören beide zur neuen InTUItion-Klasse von TUI Cruises. Viele Bereiche sind nahezu identisch gestaltet, dennoch besitzt jedes Schiff seinen eigenen Charakter und eine individuelle Atmosphäre.

Welche Restaurants haben besonders überzeugt?

Zu den persönlichen Favoriten von Sina zählen das Atlantik Restaurant, die Taverna Dionysos und die Osteria. Alle drei bieten unterschiedliche Konzepte und eine hohe Qualität.

Gibt es genügend Platz an den Pools?

Ja. Trotz der Größe des Schiffes wirken die Poolbereiche großzügig. Auch an Seetagen verteilen sich die Gäste gut über die verschiedenen Außendecks. (Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Schiff auf der Vorpremierenfahrt natürlich nicht unter „Volllast“ gefahren ist.)

Lohnt sich der Suitenbereich?

Wer besonderen Wert auf Ruhe und Exklusivität legt, profitiert vom Zugang zum X-View, X-Sundeck und den exklusiven Restaurants. Für Suiten-Gäste bieten diese Bereiche einen deutlichen Mehrwert.

Welche Bereiche eignen sich besonders zum Entspannen?

Zu Sinas Lieblingsplätzen gehören das Mistral-Deck, die Lese-Lounge, die Bar 17 und der Infinity Pool.

Ist die kostenpflichtige Show „La Cage“ empfehlenswert?

Ja. Die intime Theateratmosphäre, die Mischung aus Musik, Burlesque und Comedy sowie die gute Sicht von allen Plätzen machen die Show zu einer lohnenden Ergänzung des Bordprogramms.

Lohnt sich eine Reise auf der Mein Schiff Flow?

Wer moderne Kreuzfahrtschiffe mit viel Platz, abwechslungsreicher Gastronomie und einem entspannten Premium-Konzept schätzt, findet in der Mein Schiff Flow eines der interessantesten Schiffe der aktuellen TUI-Cruises-Flotte.

Stöbern Sie auf unserer Website in den aktuellen Kreuzfahrten mit Mein Schiff Flow.


Sina Reich ist Kreuzfahrtexpertin bei UC Unlimited Cruises und regelmäßig selbst an Bord unterwegs. In ihren Reiseberichten teilt sie persönliche Eindrücke, praktische Tipps und ehrliche Erfahrungen von ihren Kreuzfahrten.

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