Unsere Kollegin Jenni war im November 2025 gemeinsam mit ihrer Mutter an Bord der Mein Schiff Relax unterwegs und berichtet hier von dieser besonderen Reise. Die Route führte zu einigen der schönsten Inseln im Atlantik – mit viel Entspannung, tollen Erlebnissen an Land und echten Highlights an Bord.
Reisedaten auf einen Blick
Zeitraum: 23.11. – 30.11.2025
Route: Las Palmas/Gran Canaria, Spanien – Seetag – Funchal/Madeira, Portugal – Spanien, Kanarische Inseln: Santa Cruz/La Palma – Seetag – Santa Cruz/Teneriffa – Arrecife/Lanzarote – Las Palmas/Gran Canaria
Anreise – ein entspannter Start in den Urlaub
Für diese Reise entschieden wir uns bewusst für eine individuelle Fluganreise mit Condor. Das hatte gleich zwei Vorteile: Zum einen war es preislich attraktiver als die Pauschalflüge von TUI Cruises, zum anderen konnten wir einen zusätzlichen Tag auf Gran Canaria einplanen.
Wir landeten bereits am Vortag mittags und fuhren vom Flughafen mit dem Taxi (ca. 50 €) nach Las Palmas. Unsere Unterkunft, das AC Hotel by Marriott, war für den kurzen Aufenthalt ideal gelegen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit einem entspannten Spaziergang durch die Hauptstadt. Am Abend ließen wir den Tag in einem Restaurant mit Meerblick ausklingen – ein perfekter Auftakt für unsere Kreuzfahrt.
Las Palmas – früher Check-in & erster Eindruck vom Schiff
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh: Wir wollten bereits gegen 7:30 Uhr einchecken, da wir kurz darauf einen über TUI Cruises gebuchten Ausflug geplant hatten. Dank der zentralen Lage unseres Hotels erreichten wir den Hafen in weniger als zehn Minuten zu Fuß.
Der Check-in verlief reibungslos, Kabinenkarten gab es direkt im Terminal. Anschließend verließen wir das Schiff noch einmal für unseren Ausflug „Sonne, Strand und Meer – ein halber Tag in Maspalomas“ (ca. 39 € p. P.). Im Grunde handelte es sich um einen gut organisierten Transfer mit rund 3,5 Stunden Freizeit (die Fahrtzeit nach Maspalomas betrug ca. 1 Stunde). Rückblickend würden wir beim nächsten Mal vermutlich ein Taxi nehmen – preislich kaum teurer, aber deutlich flexibler.
In Maspalomas machten wir uns zuerst auf den Weg zu den Dünen. Die Dünen von Maspalomas, ein beeindruckendes Naturreservat im Süden Gran Canarias, bestehen aus feinem, goldenen Sand, der vom Wind zu immer neuen Formationen geformt wird. Danach spazierten wir entspannt an der Promenade entlang, tranken einen Kaffee und widmeten uns schließlich noch dem obligatorischen Souvenirshopping.
Gegen Mittag waren wir wieder zurück an Bord der Mein Schiff Relax. Unser erster Weg führte uns ins Buffetrestaurant Harbour Market, wo wir ein kleines, schnelles Mittagessen genossen. Genau richtig, um den aufkommenden Hunger zu stillen.
Danach konnten wir unsere Kabine beziehen: die Balkonkabine 6164 mit Sichteinschränkung. Wir hatten Glück, denn unser Balkon lag genau zwischen zwei Rettungsbooten, sodass wir dennoch eine überraschend gute Sicht hatten. Die Ausstattung war – wie man es von der Mein-Schiff-Flotte gewohnt ist – modern, komfortabel und sehr durchdacht.
Im Anschluss hatte ich noch eine kleine persönliche Mission:
Ich schaue vor jeder eigenen Reise nach, ob Gäste von mir an Bord sind, und überrasche sie dann gern mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Dieses Mal durfte sich eine meiner Kundinnen über unsere neue UC-Strandtasche freuen, die ich ihr heimlich vor die Kabinentür gestellt habe. Eine kleine Geste, die ihr große Freude machte.
Am Abend ging es für uns ins Atlantik Restaurant, das Hauptrestaurant mit À-la-carte-Service. Ich entschied mich für:
- Carpaccio vom Rind mit Petersilienpesto und Bergkäse
- Coq au Vin mit Schmorgemüse und Tagliatelle
- Panna Cotta mit Himbeersauce
Ein rundum gelungener erster Abend.
Erster Seetag – Entspannung, Entdeckung & ein kleines Highlight
Unser erster Seetag begann ganz gemütlich. Nach einem langen Ausschlafen frühstückten wir im Atlantik Restaurant. Das Restaurant erstreckt sich über zwei Etagen: Oben wird à la carte serviert, unten gibt es eine kleine, feine Buffet-Auswahl. Zudem wurde an beiden Seetagen ein besonderes Frühstück angeboten – einmal mit Kaviar, einmal mit Lachs.
Im Anschluss machten wir einen ausführlichen Rundgang über die Mein Schiff Relax, um einen ersten Gesamteindruck zu bekommen. Am Vormittag besuchten wir außerdem einen Vortrag über Madeira im Theater. Der Vortrag von Klaus Kiesewetter war informativ und ging vor allem auf die Geschichte der Insel sowie auf bekannte Persönlichkeiten ein, die Madeira einst besucht haben.
Mir persönlich hätte ein stärkerer Fokus auf Sehenswürdigkeiten und Tipps für individuelle Unternehmungen gefallen.
Ein besonderes Highlight folgte dann am Nachmittag:
Ich traf eine Kundin, die ich bereits von unserer UC-Gruppenreise im Sommer kannte. Sie „schmuggelte“ uns in den Suitenbereich – für mich etwas Besonderes, da ich selten die Möglichkeit habe, diese Bereiche auf den Schiffen live zu sehen. Der Kontrast zum restlichen Schiff war deutlich spürbar: eine vollkommen ruhige Atmosphäre, viele freie Außenplätze und eine sehr entspannte Stimmung. Bei ein paar Gläsern Champagner (für mich wie immer Hugo) tauschten wir uns über vergangene Kreuzfahrten aus und genossen die gemeinsame Zeit.
Da der Nachmittag länger wurde als geplant, entschieden wir uns abends für ein schnelles Essen im Harbour Market. Ich wählte Kartoffelsalat (wirklich außergewöhnlich gut!), Caesar Salad, Rinderbraten und Kartoffelecken.
Zum Abschluss des Tages ging es für uns zum Bingo – eine Karte kostete 2 €, drei Karten 5 €. Gespielt wurden drei Runden pro Karte.
Glück hatte ich an diesem Abend leider keines, aber es hat dennoch Spaß gemacht.
Madeira – der frühe Vogel fängt den Wurm
An diesem Tag klingelte unser Wecker bereits um 6:00 Uhr. Wir machten uns in Ruhe fertig und gehörten zu den ersten Gästen beim Frühstück im Atlantik Restaurant.
Gegen 07:45 Uhr verließen wir das Schiff und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Seilbahn Teleféricos da Madeira. Der Spaziergang dauerte rund 40 Minuten. Zu unserer Überraschung warteten bereits 17 weitere Gäste, obwohl die Seilbahn noch gar nicht geöffnet hatte.
Öffnungszeiten: 8:45–17:45 Uhr
Tickets: Hin- und Rückfahrt 20 € pro Erwachsener, Oneway 14,50 €
Oben angekommen gingen wir direkt weiter zu den Korbschlitten – nur etwa zwei Minuten zu Fuß. Die berühmte Korbschlittenfahrt (Monte Toboggan) ist eine besondere Attraktion Madeiras: Man fährt in einem Weidenkorb, gesteuert von zwei traditionell gekleideten „Carreiros“, rund 2 Kilometer eine steile Straße hinunter nach Funchal. Die Fahrt dauert etwa zehn Minuten und bietet eine Mischung aus Aussicht, Tradition und Adrenalin.
Preis: 35 € pro Paar (Tickets nur vor Ort erhältlich)
Da wir so früh dort waren, kamen wir sofort an die Reihe. Für meine Mama und mich war es ein absolutes Highlight der gesamten Reise. Unterwegs standen an zwei Stellen Fotografen – das Erinnerungsfoto für 10 € habe ich natürlich mitgenommen.
Den extrem steilen Weg zurück hinauf wollten wir uns nicht antun, also nahmen wir ein Taxi. Die 35 € für die kurze Strecke waren zwar recht preisintensiv, aber in dem Moment definitiv die angenehmere Variante.
Meine klare Empfehlung: Wer die Korbschlittenfahrt machen möchte, sollte unbedingt früh am Morgen kommen. Mittags sind Wartezeiten von bis zu drei Stunden keine Seltenheit.
Anschließend wollten wir noch einen botanischen Garten besuchen. Ursprünglich hatten wir den „Madeira Botanical Garden“ geplant, allerdings hätten wir dafür erneut in eine weitere Seilbahn steigen müssen. Da sich direkt an unserer Seilbahnstation der Tropische Garten Monte Palace befand, entschieden wir uns spontan für diesen.
Eintritt: 15 € pro Person
Der Garten liegt hoch über Funchal und bietet einen beeindruckenden Blick über die Bucht. Die Anlage umfasst rund 100.000 Pflanzenarten aus aller Welt und erstreckt sich über 70.000 m². Besonders hervorzuheben sind die uralten Palmfarne, die als lebende Fossilien gelten. Zwischen dichter Vegetation und kleinen Seen finden sich außerdem verschiedenste Steinornamente, buddhistische Skulpturen, Laternen sowie eine berühmte Fliesensammlung aus dem 15. bis 20. Jahrhundert. Dazu leben im Garten Pfauen, Schwäne und Koi-Karpfen – ein wirklich besonderer Ort.
Gegen 12:00 Uhr fuhren wir mit der Seilbahn wieder zurück ins Tal. Unten erwarteten uns riesige Menschenmengen; die Schlange war inzwischen so lang, dass einige Gäste vermutlich Stunden hatten warten müssen. Da waren wir wirklich froh, über unseren frühen Start in den Tag.
Zurück an Bord der Mein Schiff Relax gingen wir in die Osteria – Pizza è Pasta zum Mittagessen. Für mich gab es Tomate-Mozzarella als Vorspeise und anschließend eine Pizza mit Schinken im neapolitanischen Stil. Geschmacklich war alles in Ordnung, aber für mich persönlich kein besonderes Highlight.
Den Nachmittag ließen wir bei Sonnenschein und einem Cocktail in einer unserer Lieblingsbars – der Mistral Bar auf Deck 17 – ausklingen und genossen das frühe Auslaufen aus Madeira.
Santa Cruz, La Palma – entspannt & charmant
Nach dem ereignisreichen Tag auf Madeira wollten wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. Nach einem kleinen Frühstück im Atlantik Restaurant machten wir uns zu Fuß auf den Weg nach Santa Cruz.
Nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt liegt der schöne Playa de Bajamar, den man bereits vom Schiff aus sehen kann. Der Strand ist etwa 250 Meter lang, bis zu 65 Meter breit und bietet schwarzen Sand sowie einige Palmen – wirklich ein hübscher Anblick. Bei etwa 22 °C war es uns jedoch etwas zu frisch, um dort länger zu verweilen.
Unser nächster Stopp waren die Balcones de la Avenida Marítima. Die Avenida Marítima liegt im Zentrum von Santa Cruz und ist besonders bekannt für ihre typisch kanarischen Holzbalkone, die den historischen Häusern einen ganz besonderen Charme verleihen.
Im Anschluss schlenderten wir weiter durch die Altstadt und entlang der Iglesia Matriz de El Salvador. Die Altstadt hat uns besonders gut gefallen: Sie besteht fast ausschließlich aus privat geführten kleinen Boutiquen, die eine überraschend schöne und hochwertige Auswahl an Kleidung zu fairen Preisen bieten. Hier lohnt sich Stöbern wirklich.
Danach statten wir noch der Markthalle Mercadillo von Santa Cruz (geöffnet Montag bis Samstag) einen Besuch ab. Sie war allerdings recht klein und eher touristisch geprägt. Alternativ gäbe es auch den „La Palma City Tours“-Sightseeingzug – laut Flyer 20 € pro Person, online 15 €. Da die Route jedoch nur etwa 30 Minuten dauert und Orte umfasst, die wir bereits zu Fuß gesehen hatten, entschieden wir uns dagegen.
Zurück an Bord probierten wir zum Mittagessen ein weiteres Restaurant aus: das Sur Mer Bistro. Wir fanden einen sonnigen Platz im schönen Außenbereich. Für mich gab es einen Salat mit Ziegenkäse als Vorspeise und anschließend Le Coq au vin à l’ancienne – in Rotwein geschmortes Hähnchen mit getrüffeltem Kartoffelpüree.
Am Nachmittag stand noch eine kleine „Pflichtaufgabe“ an: In jedem Blogartikel empfehlen wir unseren Lesern einen Cocktail – also testeten meine Mama und ich uns tapfer durch die Barkarte.
Unsere Empfehlungen:
- Jenni: Co-Co Lime Spritz – Malibu, Kokossirup, Limettensaft, Soda
- Jennis Mama: French Spritz – Calvados, Crème de Cassis, Sekt, Soda
Am Abend ging es für uns erneut ins Atlantik Restaurant. Ich entschied mich für den bunten Salat mit gegrilltem Gemüse, das Erdäpfelgulasch mit Debrecziner Wurst und Sauerrahm sowie das Medaillon vom Schweinefilet an grüner Pfeffersauce mit Zwiebelmarmelade, Speckbohnen und Kartoffelgratin.
Santa Cruz, Teneriffa – ein kleiner Irrtum & ein perfekter Tag
Auf diesen Tag hatten meine Mama und ich uns besonders gefreut – denn eigentlich wollten wir nach Puerto de la Cruz. Vor etwa sieben Jahren haben wir dort einen wunderbaren Urlaub verbracht und hatten uns fest vorgenommen, einige unserer Lieblingsorte erneut zu besuchen.
Als wir jedoch morgens vom Schiff liefen und in Richtung Stadt gingen, wunderte sich meine Mama bereits: „Das sah doch früher viel kleiner aus…“ Nach weiteren 20 Minuten dann die Erkenntnis – wir waren nicht in Puerto de la Cruz, sondern in Santa Cruz gelandet. Bis heute weiß ich nicht, wie wir das verwechseln konnten. Obwohl, bei den ganzen „Cruz-Orten“ auf den Kanaren kann man schon einmal ein bisschen durcheinander kommen, oder?
Wir entschieden uns spontan, das Beste daraus zu machen und einfach mit dem Bus nach Puerto de la Cruz zu fahren. Obwohl wir beide keine Profis im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind, machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof Intercambiador de Santa Cruz de Tenerife. Am Ticketschalter wurden wir sehr freundlich beraten: Mit den Linien 102 und 103 fährt man direkt und unkompliziert nach Puerto de la Cruz. Preis pro Strecke: 3 € pro Person – im Vergleich zum Taxi (75 € pro Strecke) ein wahres Schnäppchen.
Puerto de la Cruz, Orchideengarten Sitio Litre
In Puerto de la Cruz angekommen, machten wir uns zu Fuß auf zum Orchideengarten „Sitio Litre Garten“.
- Eintritt: 4,75 € pro Erwachsener
- Futter für Koi-Fische: 0,50 €
Der Garten ist liebevoll angelegt, ruhig und charmant – wir entdeckten selbst beim dritten Rundgang noch neue Details. Besonders angenehm: Es waren kaum Besucher dort. Außer uns nur etwa 15 Personen, darunter eine kleine exklusive Reisegruppe von Ponant – das sorgte für ein kleines Schmunzeln.
Anschließend nutzten wir die Zeit für einen Spaziergang an der Promenade. Puerto de la Cruz ist mit seinem Charme, dem schwarzen Sandstrand, dem Lago Martiánez und der Nähe zum Loro Parque eine Stadt, die wir immer wieder gern besuchen.
Zurück in Santa Cruz merkten wir schnell, dass uns die über 20.000 Schritte des Tages in den Beinen steckten. Daher entschieden wir uns, die Stadt entspannt mit dem Hop-on Hop-off Bus (Ticketpreis 20 € pro Person, durch Black Friday mit 20 % Rabatt) zu erkunden – allerdings ohne auszusteigen. Wir gönnten uns eine schöne, kleine Rundfahrt und ließen folgende Haltestopps an uns vorbeiziehen:
- Plaza de España: Platz am Wasser. Rundsee mit einem hübschen Brunnen und einer beeindruckenden Statue.
- Palmetum: 12 Hektar großer Palmenpark.
- Auditorium: Eines der markantesten Gebäude an der Küste von Santa Cruz.
- Markt Nuestra Señora de África: Lebhafter Markt, auf dem Sie alle möglichen bunten Waren und verlockenden Düfte finden.
- Karnevalshaus: Kostenloses Museum, in dem Sie echte Exemplare der berühmten extravaganten Karnevalskostüme der Insel bewundern können.
- García Sanabria Park: Wunderschönen Grünanlage im Herzen der Stadt.
- Museum für Natur und Archäologie (MUNA): Die weltweit größte Sammlung von Guanche-Mumien.
- Museo Histórico Militar: Ein faszinierendes Museum, das in einer Festung aus dem 19. Jahrhundert untergebracht ist und die legendäre Kanone beherbergt, die Admiral Nelson verwundete.
Zurück auf dem Schiff brauchte ich erst einmal Nervennahrung an der Eis Bar.
Für einen riesigen Eisbecher war zwar kein Platz, jedoch probierte ich mich mit kleinen Eiskugeln durch die Bruno Gelato Eissorten.
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich es wirklich toll finde, dass bei der Mein Schiff-Flotte Eiscreme inkludiert ist – dass ist bei den allermeisten Mittbewerbern dieser Preiseklasse nicht der Fall und gerade bei amerikanischen Schiffen zahlt man hierfür schnell mal eben bis zu 10 USD.
Am Abend wartete noch ein weiteres Highlight auf uns: La Cage – Burlesque Show. Für 39 € pro Person erlebten wir eine stilvolle, mitreißende und absolut sehenswerte Show.
Arrecife, Lanzarote – entspannt zum Abschluss
Und schon stand unser letzter Reisetag an – für Lanzarote hatten wir im Vorfeld ganz bewusst keine festen Pläne gemacht und wollten uns einfach treiben lassen.
Nach dem Frühstück machten wir uns in Richtung Stadtzentrum auf den Weg. Auf Lanzarote gibt es zwei Kreuzfahrtanleger, und wir hatten Glück:
- Muelle de los Mármoles – etwas außerhalb, rund 2,4 bis 3 km zu Fuß in die Stadt
- Muelle de Cruceros Naos / La Boca de Puerto Naos – näher am Zentrum, über die Marina erreichbar
Wir lagen am zweiten Anleger, was den Spaziergang besonders angenehm machte. Zunächst führte der Weg durch die Duty-Free-Shops und am hübschen Yachthafen entlang. Danach gelangten wir zum Puente Charco San Ginés – einem kleinen Hafenbecken mit winzigen Fischerbooten, weißen Häuschen, Cafés und Bars. Ein idyllischer Ort, der tatsächlich eher an Griechenland als an die Kanaren erinnert.
Anschließend bummelten wir gemütlich durch die Innenstadt und die Haupteinkaufsstraße. Unterwegs legten wir eine Pause in einem kleinen Café an der Promenade ein. Über den Holzsteg „Puente“ spazierten wir danach zum Playa del Reducto. Der helle Sandstrand und das wunderbare Wetter machten ihn zu einem echten Highlight.
El Islote de Fermina – ein ruhiger Rückzugsort
Unser nächster Halt war El Islote de Fermina, ein von César Manrique gestalteter, erst kürzlich renovierter Ort, der Kultur, Freizeit, Gastronomie und Natur verbindet. Besonders spannend fanden wir das kleine Zentrum für die Interpretation der Bucht von Arrecife, das einen Einblick in die maritime Umgebung der Bucht gibt.
Ein Hinweis: In den Schwimmbecken dort darf man nicht baden – laut meiner Recherche liegt das an bürokratischen Vorgaben und Sicherheitsbedenken.
Kulinarik an Bord: Taverna Dionysos
Zurück auf der Mein Schiff Relax probierten wir ein weiteres Restaurant aus – die Taverna Dionysos.
Zum Einstieg wird hier eine kleine Vorspeisenplatte zum Teilen serviert: Oliven, verschiedene Dips und Pita-Brot.
Bei der Hauptspeise fiel mir die Entscheidung schwer. Der gebackene Schafskäse und das Hacksteak mit Feta vom Nachbartisch sahen fantastisch aus. Am Ende entschied ich mich aber für Stifado – zartes Rindfleisch mit geschmorten Schalotten in einer Tomaten-Weißweinsauce und griechischen Kartoffeln. Sehr lecker! Im Nachhinein bedaure ich fast, dass wir dieses Restaurant erst am letzten Tag getestet haben.
Abendprogramm: Joy Peters im Theater
Am Abend besuchten wir die Show von Joy Peters – „Die große Stimme der Travestie“. Seit fast 40 Jahren steht Joy auf der Bühne und hat in Wien und Berlin eine breite künstlerische Ausbildung genossen. Die Show vereint Gesang, Schauspiel und humorvolle Anekdoten aus dem Leben eines Travestiekünstlers – eine Mischung aus starken Stimmen, Emotionen und ganz viel Persönlichkeit. Wir fanden, ein wirklich gelungener Abschluss unserer Reise.
In unserem Vlog können Sie die Reise miterleben:
Ihre Kreuzfahrt mit Mein Schiff Relax finden Sie auf unserer Website https://unlimited-cruises.com/kreuzfahrtplaner/schiff/mein-schiff-relax/.






