Puerto Rico wurde, Überraschung, von Christoph Kolumbus entdeckt und zunächst nach Johannes dem Täufer San Juan Bautista genannt. Und noch heute spürte man den spanischen Einfluss auf die Sprache und Kultur der Insel. Allerdings trat Spanien die Insel nach dem spanisch-amerikanischen Krieg an die Vereinigten Staaten ab. Und so wurden die Puertoricaner 1917 zu US-Bürgern. Seit 1952 hat Insel den Status eines halbautonomen Bundesstaates, der mit den USA assoziiert ist. Die Männer müssen Militärdienst leisten, dürfen aber nicht an den amerikanischen Präsidentschaftswahlen teilnehmen. Und ihr Vertreter im Kongress hat kein Stimmrecht. Gezahlt wird übrigens auch in US-Dollar. Die östlichste der Großen Antillen ist nicht nur bei amerikanischen Touristen sehr beliebt. Die vielfältigen Küsten- und Berglandschaften und die bunte Kultur ziehen viele Reisende ins Land.

Hauptstadt San Juan

In San Juan fällen die in bunten pastellfarben gestrichen Häuser aus der Kolonialzeit ins Auge. Die Altstadt mit den vielen Plätzen, schattigen Innenhöfen, Restaurants und Café ist nicht von ungefähr UNESCO Welterbe. Die Straßen sollen übrigens mit Steinen gepflastert sein, die einst als Ballast in spanischen Schiffen dienten. Wegen der strategisch günstigen Lage war es nötig, San Juan gegen Gefahren von der Land- und der Seeseite zu schützen. Die Festungsanlagen Castillo San Cristóbal und San Felipe del Morro sind noch heute beeindruckende Zeitzeugen, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind.

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Ins 16. Jahrhundert eintauchen können Sie im Museum Casa Blanca, das einst das Wohnhaus der wohlhabenden Familie des ersten Gouverneurs Puerto Ricos Juan Ponce de León war. Die 1523 errichtete weitläufige Anlage ist das älteste erhaltene Haus in Puerto Rico. Die Innenräume der Casa Blanca sind komplett in ihrem historischen Stil belassen worden. So bekommt man einen einmaligen Einblick in das Leben im 16.Jahrhundert.

Ein weiteres interessantes Museum ist das Museo de las Américas im Viertel Cuartel de Ballajá. Die Sammlung dieses Museums für Kunst und Kulturgeschichte, das sich in einer ehemaligen Kaserne befindet, umfasst Objekte aus Nord-, Zentral- und Südamerika und befasst sich mit afrikanischem Erbe, indigenen Gruppen und Kolonialismus.

An welches Getränk denken Sie zuerst, wenn Sie an die Karibik denken? An Rum. Ganz besonders hier in San Juan, denn hier kann man einen Ausflug zur Casa Bacardí machen. In der Destillerie werden täglich mehr als 100.000 Liter Rum gebrannt. Noch heute wird der berühmte Rum weitestgehend nach dem Verfahren, das der Gründer Don Facundo Bacardí Massó erfand, hergestellt. Neben dem Einblick in die Herstellung des hochprozentigen Getränkes gibt es auch ein Museum, in dem ein paar der ersten Bacardí-Flaschen sowie ausgewählte Medaillen, mit denen die Marke ausgezeichnet wurde, präsentiert werden. Außerdem darf bei diesem Ausflug eine Rum-Verkostung natürlich nicht fehlen.

Essen und Trinken, das hat in San Juan besonderen Stellenwert. Bei Ihrem Besuch sollten Sie unbedingt einmal die regionale Spezialität Mofongo (aus gestampften Kochbananen) probieren. Auch für Freunde von Gerichten mit großzügigem Einsatz von Gewürzen ist die Einkehr in ein lokales Restaurant unbedingt empfehlenswert.

Ziplines sind auch in San Juan auch sehr beleibte Attraktion. „The Monster“ ist zum Beispiel eine der längsten Seilrutschen-Strecken der Welt vor spektakulärem Bergpanorama. Für Adrenalinjunkies lohnt sich also ein Ausflug nach Orocovis in den Toro Verde Adventure Park. Dort wartet neben „The Monster“ nämlich auch noch „The Beast“ und der Hindernisparcours „Escape if you can“.